Béatrice Nicolas

 

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Bei meiner Arbeit experimentiere ich mit Linien, Raum, Dichte und der Grenze zwischen den Dingen. Es geht darum, das Flüchtige aufzufangen. Es geht um die Empfindung in einem bestimmten Moment. Die Zeichnung ist das Zusammentreffen von Erinnerung und Realität, von Zeit und Wahrnehmung. Eine Landschaft ist ständig in Veränderung begriffen, und genau diese Bewegung, diese beständige Veränderung, versuche ich aufzuspüren. Ich möchte einen Raum schaffen, in dem die Bewegung, die Dichte, die Leere, die Zerbrechlichkeit und die Unverwüstlichkeit einer Linie wahrgenommen werden kann. Ich bin auf der Suche nach dem Rhythmus einer Ordnung, einer Unordnung oder einfach nach der Dynamik. Dabei verwende ich gerne unterschiedliche Vokabeln, um eine neue Wahrnehmung des Raumes zu ermöglichen. Ich arbeite mit allen Erfahrungen und Empfindungen, die ich im Gepäck habe. Ich versuche mich in einer sehr reichen Umgebung mit visuellen, auditiven, taktilen Daten zu orientieren, die mir ermöglichen, die Welt und die Gegenwart zu erdenken. Jede Einzelheit hat ihren Platz in der „Landschaft“. Es bildet sich ein „Zeit-Ort“, an dem jedes Element in Kontakt mit den anderen tritt. Ich probiere, diesen Moment wahrzunehmen. Die verschiedenen Elemente wirken aufeinander, produzieren Assoziationen, Digressionen, rufen Erinnerung hervor. Die Zeichnung ist dann die Wahrnehmung des Moments mit allen Komponenten. Ich versuche, die Dichte der Zeit und des Raumes einzufangen und diesem Moment eine Form zu geben. Oft arbeite ich gleichzeitig an mehreren Zeichnungen. Der Wechsel zwischen den Werken ermöglicht mir, die notwendige Distanz zu jedem einzelnen zu wahren und immer wieder seinen neuen, aber konzentrierten Blick auf jede Arbeit zu werfen.

 

In my work I experiment with line, space, density and the boundaries between objects. It is about capturing the elusive, how to experience a distinctive moment. A drawing is the conjunction of memory and reality, of time and perception. A landscape is ever-changing, and it is this specific motion that I try to capture. I want to create a space in which the density, emptiness, fragility and resilience of the line can be experienced. I am looking for the rhythm that is inherent in order and chaos. In doing so, I use changing vocabulary to make a new perception of space possible. I work with all the experience and sensations I carry with me. I try to navigate through very rich visual, auditory and tactile surroundings that make it possible for me to discover the world and the present moment. Every singularity has its place in ‘the landscape’. A ‘time-space’ is formed, in which every element makes contact with the others. I try to perceive this moment. The different elements affect each another, produce associations, digressions, and evoke memories. The drawing is the perception of the moment with all these components. I try to capture the density of time and space and to concretize it. Usually I work on more than one drawing at a time. Switching between drawings allows me to maintain distance and gain a fresh and concentrated look at each one.

 

Béatrice_Nicolas_KUGELSCHREIBER AUF PAPIER 59,4 X 42 CM, 2016

„le temps long III“, 2016, Kugelschreiber auf Papier, 59,4 x 42 cm, gerahmt 72 x 52 cm

 

Béatrice_Nicolas_KUGELSCHREIBER AUF PAPIER 59,4 X 42 CM, 2016

„le temps long VII“, 2016, Kugelschreiber auf Papier, 59,4 x 42 cm, gerahmt 72 x 52 cm

 

Béatrice_Nicolas_KUGELSCHREIBER AUF PAPIER 29,7 X 21, 2016

„le temps long 13“, KUGELSCHREIBER AUF PAPIER 29,7 X 21, 2016

 

Béatrice_Nicolas_TECHNIQUE MIXTE SUR PAPIER 84 X 59,4 cm, 2015

„Gravitations 08“, TECHNIQUE MIXTE SUR PAPIER 84 X 59,4 cm, 2015

 

Béatrice_Nicolas_TECHNIQUE MIXTE SUR PAPIER 84 X 59,4 cm, 2015

„Gravitations 08“, TECHNIQUE MIXTE SUR PAPIER 84 X 59,4 cm, 2015

 

Béatrice_Nicolas_TECHNIQUE MIXTE SUR PAPIER, 84 X 59,4 CM, 2015

„Gravitations 03“, TECHNIQUE MIXTE SUR PAPIER, 84 X 59,4 CM, 2015

 

CV Béatrice Nicolas