Frank Siewert
„suchen, probieren, manchmal finden“
Arbeiten auf Papier und Leinwand
Vernissage: Freitag, 13.02.26, 18-21 Uhr
Finissage: Samstag, 14.03.26, 14-18 Uhr
Dauer der Ausstellung: 14.02. bis 14.03.26

Abbildung: © Frank Siewert: „Kopf“, Acryl auf Leinwand, 2025, 105 x 95 cm
Siewerts bildnerische Ressourcen lagern im Geistigen und sind von einer feingestimmten Erlebnisfähigkeit evoziert. Punkt und Linie pflanzen sich in Konnotationen fort, bilden Gewebe und Prozesse, die sich in Verläufen überlagern und jeder statischen Berichterstattung entziehen. Alles scheint verknüpft, Ursache und Folge verwischen wie Geschichte und Gegenwart, wenn der Bau der bildnerischen Schichten Richtung und Konstruktion lediglich als Ahnung im Raum stehen lässt und die Bilder wie Palimpseste die Spuren ihres Werdens herumtragen. Siewert, in kleinen wie großen Zusammenhängen zu Hause, misstraut dem alleinigen Aufschwung des aktuellen Jetzt und bildet seine Inhalte im Dialog von sich wiedersprechenden und doch miteinander verwobenen bildnerischen Inhalten, die er malt, auslöscht übermalt – und die sich doch in ihrer eigenen Ordnung bestätigen. Er baut auf, glaubt an Nichts und hat doch eine Vision. Gültig ist, was die eigene Erkenntnis zulässt.
Erik Stephan zu Frank Siewerts Ausstellung „Räume Reservate und Ressourcen“, Städtische Museen Jena, 2003
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