Preview
TO THE MOON
Ausstellung zur Berlin Art Week 2026, 09.09. – 13.09.2026

Vernissage: Do, 10.09.26, 18:00 – 21:00
Sonderöffnungszeiten zur Berlin Art Week:
Fr 11.09. 15:00 – 20:00
Sa 12.09. 12:00 – 18:00
So 13.09. 12:00 – 18:00
„TO THE MOON“ bringt zusammen, was nicht zusammengehören muss: unterschiedliche Materialien, Bilder, Gedanken und Formen. Die Arbeiten treten nicht als gemeinsames Statement auf, sondern begegnen sich durch ihre Nachbarschaft. Miteinander entsteht ein offener Raum für Begegnungen, Widersprüche und unerwartete Verbindungen. Vielleicht ist die Reise zum Mond weniger eine Frage des Ankommens als eine Einladung, die Perspektive zu wechseln.
Ophelia Beckmann, Matthias Hagemann, Henning Haupt, georgia Krawiec, Uschi Krempel, Celia Mehnert, Martina Reichelt, Bodo Rott, FD Schlemme, Dorothea Schutsch, Sabine Wild, Anne Wodtcke
Julia Werhahn
Die Diskrepanz der Träume
Plötzlich fiel mir wieder ein, was ich letzte Nacht geträumt hatte …

Vernissage: Do, 10.09.26, 15:00 – 20:00
Öffnungszeiten:
Fr 11.09. 15:00 – 20:00
Sa 12.09. 12:00 – 18:00
So 13.05. 12:00 – 18:00
Ausstellung vom 10.09.26 – 13.09.2026
Parallel zur Gruppenausstellung von EP Contemporary präsentiert Julia Werhahn im Rahmen der Berlin Art Week ihre Einzelausstellung “Die Diskrepanz der Träume”.
Plötzlich fiel mir wieder ein, was ich letzte Nacht geträumt hatte …
Manche Träume wünschen wir uns. Andere widerfahren uns.
Wenn wir vom Träumen sprechen, dann sind oft Sehnsüchte, Hoffnungen oder Vorstellungen von der Zukunft gemeint. Wir sprechen von Traumreisen, Traumwohnungen oder Traumjobs. Der Traum im Schlaf hat mit all dem jedoch nur wenig gemeinsam.
Im Schlaf werden Bilder nicht entworfen. Sie tauchen auf. Menschen erscheinen an Orten, an denen sie nie gewesen sind. Vertraute Gegenstände nehmen fremde Eigenschaften an. Situationen, die im Wachzustand absurd erscheinen würden, entfalten ihre ganz eigene Logik. Was zurückbleibt, sind Bruchstücke und das beharrliche Gefühl, etwas Wichtiges vergessen zu haben.
Die Diskrepanz zwischen der Vorstellung vom Träumen und der Erfahrung des Träumens bildet den Ausgangspunkt der Ausstellung. Julia Werhahns Skulpturen und Reliefs greifen die eigentümliche Beschaffenheit dieser Erfahrung auf. Ihre Werke sind transluzent. Licht fällt auf ihre Oberflächen, durchdringt sie, wird gebrochen und reflektiert. Mit jeder Veränderung des Standpunkts verändert sich auch die Erscheinung der Arbeiten.
Pflanzliche Strukturen tauchen auf. Hände werden sichtbar. Traubenartige Formen hängen an transparenten Körpern – diffuse Wesen, in denen etwas eingeschlossen zu sein scheint. Parallel dazu baut sich ein Gerüst aus abgeformten Latten auf. Herstellungsspuren und Farbschlieren verleihen der Konstruktion einen eigensinnigen Charakter. Die beiden Werkgruppen begegnen sich und verbinden sich zu einer Szenerie, in der Unbewusstes und Konstruiertes, Auftauchen und Aufbauen ineinandergreifen.
Julia Werhahns Skulpturen entstehen durch ein sich Herantasten. Der Zweifel, verstanden als Zustand der Neugier und des Suchens, ist ein wiederkehrender Ausgangspunkt ihrer künstlerischen Arbeit. Sie untersucht fragile Strukturen und Zustände der Instabilität und beschäftigt sich mit dem Moment, in dem etwas zwischen Erscheinen und Verschwinden, Vertrautheit und Fremdheit zu schweben beginnt.
Die in Hannover geborene Künstlerin lebt und arbeitet in Berlin. Sie studierte Freie Kunst an der Hochschule für Bildende Künste Braunschweig und absolvierte ihr Meisterschülerstudium bei Asta Gröting. Nach ihrem Hochschulabschluss und Residenzaufenthalte in Italien und China, pendelte sie mehrere Jahre zwischen Paris und Berlin, bevor sie ihren Lebensmittelpunkt nach Berlin verlegte.
SCHWEBE I n
Celia Mehnert + Wolfgang D. Mehnert

Vernissage: Freitag, 18.09.2026, 18:00 – 21:00
Finissage: Samstag, 10.10.2026, 14:00 – 18:00
Ausstellung: vom 19.09.2026 – 10.10.2026
In der Ausstellung zeigen Celia Mehnert und Wolfgang D. Mehnert, Tochter und Vater, Arbeiten aus den Serien „Faltungen und ungefähre Räume“ und „flying stones“.
Celia Mehnert übersetzt persönliche Erinnerungen sowie erzählte Beschreibungen von Wohnräumen in Zeichnungen, Collagen und Objekte aus Beton. Das Zeichnen dient dabei weniger der Dokumentation als der Annäherung an einen erinnerten Raum, ebenso wie die kleinen Betonobjekte, die den fragilen Erinnerungsräumen Gewicht und Körperlichkeit verleihen, ohne ihren vorläufigen Charakter aufzuheben.
Wolfgang D. Mehnert zeigt Arbeiten aus der Reihe „flying stones“. Steine üben Faszination aus, sind Sammelobjekt, werden zu Wegbegleitern. Die gemalten und gezeichneten Steine von Wolfgang D. Mehnert scheinen zu schweben. Sie haben kein reales Vorbild, es sind keine Porträts bestimmter Fundstücke. Die Bilder entstehen aus einer jahrzehntelangen Auseinandersetzung, aus der wiederkehrenden Begegnung mit Steinen und aus der Freude am Malen selbst. Im Malprozess verlieren die Steine ihre Schwere. Ihre Formen erscheinen leicht und lebendig. Sie erinnern daran, dass Stein Wasser, Luft und organische Spuren in sich trägt – Verdichtungen geologischer Zeit ebenso wie Projektionsflächen für Wahrnehmung. Beide gehen von Dingen aus, die vertraut erscheinen – dem Stein und dem bewohnten Raum –, doch weder Steine noch Architektur werden abgebildet; sie werden im Prozess neu empfunden und hervorgebracht.
Abbildung aus den Serien „flying stones“, links © Wolfgang D. Mehnert (Ausschnitt) und „ungefähre Räume“
rechts © Celia Mehnert (Ausschnitt)