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raumwärts
Fotografien und Fotocollagen von Angela Bröhan

Vernissage: Freitag, 10.05.2024, 18:00 – 21:00
Finissage: Samstag, 08.06.2024, 14:00 – 18:00

Ausstellung vom 11.05. – 08.06.2024

 

Abbildung: @ Angela Bröhan, aus der Serie „Konstruktion-Dekonstruktion“ 2023, digitale Fotomontage, 20 x 60 cm 

 

raumwärts

Eine regennasse Unterführung, eine U-Bahn-Station, der Rücksitz eines Schiffes, der Blick in eine Empfangshalle: Unattraktive Szenen, Durchgangsorte, – das Gegenteil sogenannter „Sehenswürdigkeiten“ sind die Schauplätze aus Angela Bröhans Serie „raumwärts“.

Ihre Arbeiten bilden urbane Realitäten ab, sind aber gleichzeitig das Gegenteil von Dokumentarfotografie. Es geht um diese Magie des Lichts, nicht um die Orte. Die schmucklosen städtischen Böden, Wände, Treppen werden dabei zu idealen Projektionsflächen, da sie für sich genommen keine Aufmerksamkeit beanspruchen.

Einige Bilder aus der Serie „raumwärts“ sind so abstrakt, dass Rückschlüsse auf ihren genauen Aufnahmeort nicht möglich sind. Subtil durchschneidet eine helle Sonnenlinie die dunkle Fläche, die sich durch den Schatten einer türkisen Wand auf dem Boden ergibt.
Dass man sich in Komposition und Farben etwa an Etel Adnans Werke erinnert fühlt, ist wohl kein Zufall: Fotografie kann nicht nur Zeichnen, sondern auch Malen mit Licht sein.

Die Arbeiten aus der Serie „Konstruktion und Dekonstruktion“, die hier die Ausstellung komplettieren, haben hingegen ein konkretes Thema: Architektur und Rhythmus. Die Details von Bauwerken aus Sichtbeton, oft in Untersicht fotografiert, werden jedoch (nicht zuletzt durch Verdoppelung, Spiegelung und Montage zu querformatigen Friesen) ebenfalls zu abstrakten künstlerischen Werken, die über die Semantik des abgebildeten Objekts hinausweisen.

Spiegelungen, Reflexionen und Schatten werden bei Angela Bröhan zu Protagonisten eines Lichttheaters. Visuelle Neugier  und Offenheit für poetische Zufälle sind dabei ihr Drehbuch.

Julie August, Buenos Aires 2024


A4 2024
12 Künstlerinnen und Künstler der ep.contemporary
12 Positionen auf A4-Blättern

Ophelia Beckmann, Angela Bröhan, Albert Coers, Matthias Hagemann, georgia Krawiec, Uschi Krempel, Celia Mehnert, Martina Reichelt, Bodo Rott, Jens Schünemann, Dorothea Schutsch, Sabine Wild

Vernissage: Freitag, 19.04.2024, 18:00 – 21:00
Finissage: Samstag, 04.05.2024, 14:00 – 18:00

Sonderöffnungszeiten zum GALLERY WEEKEND
26. – 28. April 2024: Fr + Sa 12:00 – 20:00, So 12:00 – 18:00

Ausstellung vom 20.04. – 04.05.2024


Farbige Abstraktionen des Alltags
Verschachtelt gefaltet gezeichnet
Linien, die Bewegung entspringen
Installative Interventionen
Symbolische Anordnungen im Büro
Irritierende architektonische Strukturen
Tanzende Balkone
Spielereien mit farbigen Flächen
Collagierte Camouflagen
Landschaft mit Boten
Der Untergang der Menschheit
Rhythmisch überlagerte Lippenstiftproben

(Text: Jens Schünemann)


Ordnung + Ohnmacht
Arbeiten von Sabine Wild
Kurator: Dr. Stefanos Pavlakis

Ausstellung vom 02.03.2024 – 13.04.2024
Lesung: Samstag, 16.03.2024, 16:00
Christian Welzbacher liest aus seinem Buch “Bobby. Requiem für einen Gorilla”

 

Abbildung: © Sabine Wild

 

Neben der Menschenwelt gibt es eine zweite Welt, die der Mensch geschaffen hat, eine Welt für die Tiere. Mit ihren einzigartigen künstlerischen Verfremdungen ist die Berliner Fotografin Sabine Wild beider dieser Welten auf der Spur, hat sie doch festgestellt, dass die Welten nicht streng voneinander abgegrenzt sind, sondern vielfach überlappen, regelrechte Transitzonen ausbilden, bisweilen gar in eins fallen: Menschenwelt und menschgemachte Tierwelt, Menschen und Tiere, tierisches Menschsein, menschlichesTiersein, das alles schlummert hinter Gittern, Rastern, Pixeln, Schlaufen, Gedanken, Gefühlen, suchenden Körpern und Seelen, eingezwängt in die Käfige dieser oder jener Welt, bereit für den Ausbruch, den großen Sprung, die Revolution der Evolution.

Innerhalb einer Dekade schuf Sabine Wild eine ganze Reihe von Bilderserien zum Verhältnis Tier-Mensch, die mehrfach ausgestellt und immer wieder diskutiert wurden. Die kühle Distanz zu den artifiziellen Zooarchitekturen übersetzte sie in einen strengen, grafischen Blick. Mit soziologischer Annäherung untersuchte sie dann gigantische Habitate: zu Käfigen umgewandelte Wohnungen, in denen Mieter eine Symbiose mit ihren „Lieben“ pflegen. Bei all dem machen die Arbeiten immer deutlicher, welche Rolle die verschiedenen Formen der Technik innerhalb unseres Verhältnisses zu den Tieren spielen – als Machtverhältnis: Technik als Mittel zum Zweck der Beherrschung alles Animalischen tritt uns als Ordnung entgegen. Ordnung aber heißt Unterwerfung. Unterwerfung heißt Ohnmacht. Ordnung und Ohnmacht? Der Kampf ist noch nicht entschieden.

Christian Welzbacher

Christian Welzbacher ist Publizist und Ausstellungsmacher in Berlin. Zu seinen Büchern zählen „Der radikale Narr des Kapitals“ über Jeremy Benthams Panoptikum und die Collagebiographie über Berlins berühmtestes Zootier (neben Knut): Bobby. Requiem für einen Gorilla (2019).


Re: shortcut II

Ausstellung vom 27. Januar bis 24. Februar 2024
Sieben Fotografinnen und Fotografen des Fotoforums Dresden sind zu Gast bei ep.contemporary:
Annette Nickel, Andrea Strauch, Philipp Hille, Joachim Brückner, Günter Starke, Jürgen Schmidt und als Gast Thomas Bachler.

 

Die Ausstellung präsentiert Arbeiten zum Thema „Porträt“ mit dem Ziel, die vielfältigen Möglichkeiten des Mediums auszuloten. Gezeigt werden verschiedene Techniken, Stile und Konzepte, die sich mal mehr, mal weniger von traditioneller Porträtfotografie lösen.

So verwendet Philipp Hille eine polarisierende Scheibe, um transzendente, nicht direkt erfahrbare Abbilder zu erzeugen. Jürgen Schmidt kopiert zwei Porträts umgekehrt übereinander, wobei sich die scheinbar ungeordnet verteilten Augen, Nasen, Münder dennoch zu einem zusammenhängenden Gesicht verbinden, je nachdem, wie man das Bild dreht. Am weitesten entfernt sich Thomas Bachler von der traditionellen Fotografie, indem er keine Kamera, sondern seine eigene Mundhöhle als „drittes Auge“ bemüht, um auf diese außergewöhnliche Weise sein Spiegelbild abzulichten. Auch Günter Starke und Andrea Strauch machen sich selbst zum Gegenstand: Günter, indem er seinen eigenen Schatten fotografiert und Andrea, indem sie ihre augenblicklichen Emotionen in einer Bildserie ihres Gesichts einfängt. Annette Nickel konzentriert sich in ihren Porträts auf Details, Strukturen und Texturen des menschlichen Körpers, was in Bildern überraschender taktiler Anmutung resultiert. Ein auf den ersten Blick traditionelles Porträt steuert Joachim Brückner bei. Die Frauen-Punkband „Anarchy in der Vagina“ zeigt sich darin in einem Gruppenakt als Ausdruck ihrer Selbstakzeptanz.

Jürgen Schmidt

Abbildung: © Annette Nickel: „Ich“, 2021


drift
Uschi Krempel – Druckgrafik

Vernissage: Freitag, 08.12.23, 18:00 – 21:00
Performance r²m² (Rémy Mouton, Martina Reichelt): Freitag, 12.01.24, 19:00
Lesung (Lyrik) Lars Arvid Brischke: Samstag, 13.01.24, 16:00
Finissage: Samstag, 20.01.24, 14:00 – 18:00

Uschi Krempel ist am 09./14./15./16. Dezember 23 sowie am 05./06./12./13./19./20. Januar 24 zu den Öffnungszeiten in der Galerie und auch gerne nach Vereinbarung (0179 4644851).


Die Titelarbeit “drift” ist Inspiration für das Thema der Ausstellung. Je nach Variante der Farbradierung 
klingt für mich eine sommerliche, maritime Stimmung an oder etwas Herbstliches; Laub, verwirbeltvom Wind und noch in Bewegung. Doch drückt der Titel auch etwas anderes aus. Die Drift, die Strömung beinhaltet den Prozess des Treibens, des sich treiben lassen. Ich arbeite prozesshaft – lasse ich mich treiben und bin manchmal selbst überrascht was zum Vorschein kommt. Es tauchen Formen und Bewegungen auf. Woher kommen sie? Welcher Impuls löst sie aus? Ich nehme Strömungen, Stimmungen und Bilder auf – visuell, emotional, körperlich und übersetzte sie in die mir eigene Formen- und Farbsprache. Bin ich ein „Wahrnehmungsfilter“? Aber es ist kein passiver Prozess. Ich spiele mit Formen, Farben und Strukturen. Ich experimentiere, kombiniere sie anders, ändere Reihenfolgen und Farben bis etwas neues auftaucht.

“We make marks not only to make something visible to others, but also to accompany something
invisible to its incalculable destination.”
John Berger

Farbige Druckserien, einige in Ahrenshoop entstanden, und die Weiterführung der Serie B-Sides mit der Arbeit „interstellar“ und B-Side II sind zu sehen.

 

Abbildung: © Uschi Krempel Farbradierung (Ausschnitt)

 

Schließzeiten über die Feiertage: 23.12.23 und zwischen den Jahren (28./29./30.12.23).
Ab dem 04. Januar 24 ist die Galerie wieder geöffnet.


georgia Krawiec
unvollENDEt
Eine Ausstellung über das Scheitern

Vernissage: Freitag, 27.10.2023, 19:00
Ausstellung vom 28.10. – 02.12.2023

Die Künstlerin ist zur Vernissage, an den Samstagen 28.10., 11.11., 25.11. und 02.12. während der Öffnungszeiten sowie nach Vereinbarung anwesend.

Abbildung: © georgia Krawiec: aus dem Sammelsurium unvollENDEt [Fragment]


Rahmenprogramm:
Donnerstag, 9.11.2023, 19:00
KACK-Treffen

georgia Krawiec lädt KünstlerInnen zum informellen Treffen der KACK [Kreis der Anonymen Coming-out Künstler] ein.
Unter der Moderation des Künstlers und Kurators Patrick Huber sind die Anwesenden eingeladen sich über das Thema Scheitern auszutauschen und ggf. ihre unvollendeten Vorhaben zu präsentieren. Diese können dann in die Ausstellung integriert werden.
(Nur mit Anmeldung bis zum 6.11. bei georgiaKrawiec@gmail.com, Anzahl der Plätze begrenzt) 

Scheitern gehört zum Leben, so besagt es eine schlichte Lebensweisheit. Gehört es auch zu Kunst? Nein. Scheitern und Kunst vertragen sich doch nicht! Gescheiterte Künstler sind unbekannt. Die Kunst, die den Namen verdient, ist vollendet und hochwertig. Sie ist zum richtigen Zeitpunkt am richtigen Ort, in richtiger Größe, mit richtigem Publikum. Dafür steht der Künstler, der diesen Titel trägt, ein. Das wohlgesonnene Publikum macht ihn verantwortlich. Der Künstler muss perfekt organisieren, hervorragend strukturiert und zuverläßig sein, kontinuierlich seine bunten Zellen anstrengen, um die multiplen Herausforderungen in zeitlichen Einklang zu bringen, vom Anfang bis zum Ende alles durchplanen und phasieren, hundertprozentig alle Materialien, Schritte, Aufgaben, Kontakte und Prozesse unter Kontrolle haben, um bloß nicht etwas Unvorhergesehenes zu provozieren, um Missgeschicke zu verhindern, um Zeitabläufe festzulegen, um Termine einzuhalten, Erledigungslisten immer erneuern und täglich Neues eintragen, um bloß nichts zu übersehen, bloß keinen zu verprellen, bloß keine Abgabefrist zu verpassen, bloß die Chemie und die Filme noch zu bekommen, bloß die Schichten rechtzeitig trocknen zu lassen, bloß das Papier zum richtigen Zeitpunkt zu glätten, bloß nichts in Eile zu verknicken, bloß die Rahmen, aber genau die richtigen zu bestellen, die richtigen Maße anzugeben, die richtigen Preise mitzuteilen, die richtigen Versicherungslisten mit allen Angaben zu Größe, Material, Gewicht, Maß, Verpackung und Versicherungssumme zu füllen, bloß die Texte rechtzeitig zu schreiben, bloß die Presse tief genug zu beeindrucken, bloß die VIPs zu erreichen, um bloß alles zu garantieren, was von ihm erwartet wird, um bloß etwas noch nie da Gewesenes, Unerwartetes und Beeindruckendes, am besten Spektakuläres zu präsentieren, um bloß nicht in einer der unendlichen Aufgaben und Schritte zu scheitern, was das Gesamtkonstrukt zusammenbrechen lassen könnte, um am Ende, sollte es ein solches geben, die Kunst zu vollENDEn…


Zeichnung_Malerei
Jochen Schneider und Dorothea Schutsch

Vernissage: Donnerstag, 21. September 2023, 18:00 – 21:00
Künstlergespräch mit Andrea-Katharina Schraepler: Samstag, 30. September 2023, 17:00 – 18:00
Midissage: Samstag, 7. Oktober 2023, 18:00 – 21:00
Ausstellung vom 22. September –  21. Oktober 2023


Abbildung: © Dorothea Schutsch

 

Abbildung: © Jochen Schneider


Dorothea Schutsch | Malerei | www.schutsch.de

Das Zusammenspiel von Farbe und Licht sowie die Unbeständigkeit von Farbe in unserer Wahrnehmung sind zentrale Themen in der Malerei von Dorothea Schutsch. Ausgangspunkt für das Entstehen ihrer farbenstarken Arbeiten ist immer eine konkrete Beobachtung in ihrer unmittelbaren Umgebung. Scheinbar unwichtige Dinge bekommen Bedeutung durch ein konkretes Erlebnis im Alltag und können Motiv oder Arbeitsthema für viele Jahre werden.
Auf der Suche nach einer Bildsprache übersetzt die Malerin ihre Beobachtungen auf unterschiedlichen Bildträgern mit Hilfe von Skizzen und aus der Erinnerung heraus. Eine große Rolle für ihre Bildfindung spielen die Freude am Experimentieren mit Farbe, Material sowie das Ausloten von Bildformat und Malwerkzeug im Atelier.
In der Ausstellung zeigt die Malerin Arbeiten aus zwei Werkreihen: „Drehtür im Rathaus“ und „Im Café K“. In beiden Werkreihen haben sich ihre Bildmotive über Jahre von der realistischen Wiedergabe entfernt. Bilder in unterschiedlichen Größen und Formaten, teilweise aber auch Fragmente von Bildern und Objekte im Raum entstehen.
„Ich begreife meine Bilder weniger als historische Ressource (abgeschlossene Werke), sondern eher als zukünftige Möglichkeiten für weitere Arbeiten.“

 

Jochen Schneider | Zeichnung | www.jochenschneider.net

Nachbilder empfinden wir bei geschlossenen Augen, als Erinnerungen, wenn der ursprüngliche Lichtreiz des konkreten Vor-Bildes bereits abgeklungen ist. Ähnlich verhält es sich mit den Arbeiten von Jochen Schneider – Gesehenes klingt nach und gibt den Anstoß zu seinen Zeichnungen und dann zu Bildern in uns, die jetzt eine eigene, neue Geschichte erzählen – ohne finale  Antworten zu geben.
Jochen Schneider widmet seine künstlerische Arbeit der Erkundung und zeichnerischen Aneignung der unmittelbaren Alltagswelt. Dabei geben sinnliche Erfahrungen und Beobachtungen den Impuls – Dinge, Strukturen und Texturen, Erlebnisse und Gefühle. Jochen Schneiders Arbeiten entstehen stets aus Erinnerungen. Erinnerungen sind schwer zu fassen und haben keine materielle Gestalt, sind aber nicht gegenstandslos. Nehmen sie eine visuelle Form an, werden sie zu etwas anderem. Die zugrundeliegenden Bilder, Situationen und Gegenstände werden in völlige Abstraktion aufgelöst. Der Zeichner reduziert, verbindet, ordnet und erfindet neu. Die stets in Graphit angelegten Blätter formieren sich aus transparenten Ebenen von Linien, Schraffuren und verdichteten Flächen, aus denen sich amorphe oder beinahe geometrische Volumina herausbilden und in bildnerische Gestalt verwandeln. Als Zeichen stehen sie in Verhältnissen zueinander und verweisen auf Dinge, die an Bekanntes erinnern. Im Vexierspiel zwischen formaler Behauptung und zeichnerischer Auflösung der Bildmotive entstehen Blätter von höchster Sensibilität.

Dr. Jens-Ole Rey


A4

Ophelia Beckmann, Angela Bröhan, Albert Coers, Matthias Hagemann, georgia Krawiec, Uschi Krempel, Celia Mehnert, Martina Reichelt, Bodo Rott, Jens Schünemann, Dorothea Schutsch, Sabine Wild

Ausstellung zur ArtWeek
14. – 17. September 2023

A4?
Pudel in Pink,
das Leben im Café,
Fassaden geflochten
im Stillleben Haar,
glotzende Autos,
die Reichsautobahn,
gezeichnete Bewegung,
gefalteter Raum,
– und Panzer überall.
Dazu noch die Geschichte
in unsrem Lebenslauf:
Das ganze Weltgeschehen
auf kleinen Blättern drauf.
A4!

Text: Jens Schünemann


original und zeichnung

Martina Reichelt

Vernissage: Freitag, 18.08.2023 | 18:00 – 21:00
Finissage: Samstag, 09.09.2023 | 14:00 – 18:00
Ausstellung vom 19.08. – 09.09.2023

Abbildung: © Martina Reichelt


original und zeichnung

Martina Reichelt zeichnet aus der Bewegung heraus. Als Zeichnerin und als Tänzerin arbeitet sie an der Schnittstelle zwischen Bewegung und Bild. Die Zeichnungen sind Abbild einer Bewegungssequenz oder entstehen während einer Tanzfigur durch die Bewegung selbst.
Tanzbewegungen werden während einer Performance von einer Webcam aufgezeichnet, digital bearbeitet und wieder in die analoge Zeichnung übertragen. Das digitale Original wird mit den Bewegungserinnerungen und -erfahrungen aus der realen Tanzfigur zusammen in eine neue Bilderwelt übersetzt. In den Zeichnungen entsteht eine vom Original unabhängige Realität mit neuen Bedeutungsebenen und Dimensionen.
Im Gegensatz dazu sind die Arbeiten, die durch die Bewegung selbst entstehen, gebunden an die Bewegungsmöglichkeiten im analogen Raum. Abdrücke des Körpers, Bewegungslinien, Bremsspuren werden sichtbar als bildhaften Zeichen und Notationen eines zeitlichen Ablaufs.

Martina Reichelt, Juli 2023

 


VISUAL WORKOUT

Matthias Beckmann, Margret Eicher, Hannes Kater, Bodo Rott

Eröffnung mit Workout-Party, Super Food & Tuning Drinks
Freitag, 14.07.2023 I 18:00 – 21:00
Finissage mit After-Workout-Party
Samstag, 12.08.2023 I 14:00 –18:00

Ausstellung vom 15.07. – 12.08.2023

Abbildung: Margret Eicher, It´s a digital World, 2020 (Detail)

 

Visual Workout – Ist das ein Ruf nach Muskelspiel?

Sind wir aufgefordert zu Klimmzügen, Kniebeuge und Liegestütze? Und das gar unter Hantelzwang?
Vier KünstlerInnen bringen in dieser Ausstellung ihre bildnerischen Systeme in Dialog.

Alle vier arbeiten im Feld figürlicher Bildlichkeit, die sie szenisch, emblematisch, erzählend oder analytisch auslegen. In ihren Arbeitsweisen verbinden sie Subjektivität und Intuition mit Reflexion. Sie denken in Bildern und fertigen Bilder. Ihre Werke transportieren nicht in erster Linie Inhalte, sondern stellen virtuelle Erfahrungsfelder auf, die Wahrnehmung, Innen- und Außenwelt, Erfindung und Beschreibung auf die Probe stellen.

Man kann das durchaus als Visual Workout bezeichnen, der allerdings nicht fördert, was stark macht, sondern das, was die Wahrnehmung verfeinert.

Matthias Beckmann
Matthias Beckmann zeichnet weder Orte noch Dinge, sondern immer ein Feld, seine speziellen Blickwinkel. Die Volumen und Raumtiefen entwickelt er an den Lineamenten, die er seinem Blick auf das Neben-, Hinter,- Vor- oder Durcheinanderliegen des Gesehenen entnimmt. Immer entspricht die Linie einem in diesem Vorgang empfangenen Impuls. Seine Bilder bleiben so gleichwertig als graphische Zeichen und Szene lesbar.

Der Genius Loci schlägt sich aber doch in den Blättern nieder. Jüngst hat Matthias Beckmann die Berliner Gedenkstätten besucht. Dort haben sich zu den Linien farbige Einschübe und Flächen gesellt. Es entstanden zahlreiche Blätter. Eine Auswahl ist in der ep.contemporary zu sehen.


Margret Eicher
Vorgefundenes Bildmaterial aus Magazinen, Filmen, Werbung gruppiert Margret Eicher zu dynamischen Kompositionen. Ihre Bildfindungen lässt sie als Tapisserien weben. Diese Tapisserien spielen als solche auf die Herrschaftsästhetik der historischen Kunstformen an. Mit Textfragmenten versetzt, spannt die Stilistik der Tapisserie einen ornamentalen Rahmen, den Margret Eicher mit völlig unterschiedlichen, gegensätzlichen und widerläufigen Codes füllt. Neben knapp bekleideten Frauen und Männern gelangen auch Panzer, Favelahütten, Comichelden, Tags und vieles mehr zu herrschaftlicher Noblesse. So misst sie der Gegenwart  den Puls.


Hannes Kater
Hannes Kater zeichnet abbildend, einfühlend, ordnend, im Liegen, Sitzen, Stehen und Gehen und eventuell sogar im Schlaf. Er verfolgt die Erweiterung der Möglichkeiten von Zeichnung auf dem Papier und im Raum. Seine Bildsprache erinnert an Infografik, die mal flach im Blatt liegt, mal plastisch im den Raum ragt. Sie ist aber so angelegt, dass Hannes Kater mit ihr Welterfahrung nicht nur dokumentierend ordnen oder emotional strukturieren, sondern über diese neugefassten Zeichen und ihr Zusammenspiel ungekannte Zusammenhänge erschließen kann.


Bodo Rott
Bodo Rott vereinigt auf seinen Gemälden ganz verschiedene Blickwinkel und Zeitebenen, gesehene Wesen und gesehene Bilder zu einem kaleidoskopischen Gewebe, das ornamentale Tapetenhaftigkeit anklingen lässt, um eine umso pulsierendere Tiefenraumillusion zu entwerfen. So wirken die Dinge, Pflanzen und Tiere oft bis an den Rand der Unkenntlichkeit verzerrt, wie zerdrückt oder breit getreten, die Figuren gelängt oder verbeult. Transformation, und Erinnerung, Vitalität und Vergänglichkeit erhalten so ein Gesicht.

Text: Bodo Rott


 

polyphon

Ophelia Beckmann, Joachim Griess, Uschi Krempel, Jochen Schneider, Anna Roberta Vattes

Vernissage: Freitag, 05.05.2023, 18:00 – 21:00
Finissage: Samstag, 03.06.2023, 14:00 – 18:00

Ausstellung vom 06.05. – 03.06.2023

In polyphon wirken 5 KünstlerInnen dialogisch, separat und konträr. Der Diskurs zwischen Zeichnung, Malerei, Druckgrafik und Objekt ist im Sujet und formal ein polygener Ansatz. Ausgehend von einem Strich, deren Verwendung bzw. Bedeutung für jede/n KünstlerIn sehr unterschiedlich ist, bildet das Ensemble in den Räumen von ep.contemporary ein polyphones Gesamtkonzept, wie es unterschiedlicher nicht sein kann.

Gehen Uschi Krempel, Jochen Schneider, Anna Roberta Vattes und Ophelia Beckmann von Wahrgenommenen aus und übersetzen dieses in ihrem Werk, konfrontiert Joachim Griess den Betrachter „mit einer neutralen Gestaltung, die sich selbst genügt und von Gegenständlichem befreit ist“.

Würde das Gesamtbild dieser Ausstellung als hörbare Komposition verstanden, wäre es ein Werk, deren einzelne Tonspuren übereinandergelegt, gleichzeitig abgespielt würden. Linien ziehen sich auf ihre sehr charakteristische Weise für jeden Künstler durch den Raum. Anna Roberta Vattes zieht tief in Tinte getränkte Pinselstriche zu Flächen, die sich überlappen und miteinander verschmelzen, Räume bilden und dem Versuch unterliegen, einer „vermeintlichen Realität andere Möglichkeiten entgegenzusetzen“. Jochen Schneider zeichnet akribisch Strich für Strich, „wie Welt sich anfühlen kann, nicht, wie sie aussieht“. Er reduziert, verbindet, trennt und ordnet Gedachtes und Erinnertes. Dabei arbeitet der Zeichner mit Graphit auf Papier, enthält sich jeder Farbigkeit. In seinen Litographien gestattet er sich jedoch eine weitere Farbe. Joachim Gries besetzt hier eine besondere Position mit seinen sehr konkreten Kompositionen auf Papier. In Serie bearbeitet der Zeichner und Bildhauer mit Pastell, Bleistift und Kugelschreiber Kleinformate, die in ihrer Kompaktheit immer in Richtung Wandinstallation gehen. Linien bilden Flächen und Räume, die im Dialog zueinander aber auch als Einzelarbeit einen monumentalen Klang verbreiten. Uschi Krempel druckt in verschiedenen Techniken. Mittels Radierungen und Monotypien spielt sie mit dem unfertig Offenen, dem Farbrausch, der spielerischen Freude am Tun. Formen, Farben und Linien sind essenziell für ihre Arbeit. Inspiriert ist sie durch abplatzende Putzflächen, Stadtansichten und deren Strukturen. Übereinander gelagerte Strukturen in der Natur und im Stadtraum inspirieren die als Architektin ausgebildete leidenschaftliche Druckkünstlerin. Die Malereien von Ophelia Beckmann entstehen mittels Tapes und quergesetzten Pinselstrichen. Wahrnehmungen aus der Natur werden in einem Prozess, den man als invers bezeichnen kann, übersetzt. Die Leinwand verschwindet unter etlichen Schichten von Klebeband und Farbe. Das Bild existiert nur noch fragmentarisch in der Erinnerung der Künstlerin und wird schließlich in einem performativen Akt der Enthüllung offenbart. Aus dem verwendeten Klebeband entstehen Skulpturen.


naturally

12 KünstlerInnen der Galerie
Ophelia Beckmann, Angela Bröhan, Albert Coers, Matthias Hagemann, georgia Krawiec, Uschi Krempel, Celia Mehnert, Martina Reichelt, Bodo Rott, Jens Schünemann, Dorothea Schutsch, Sabine Wild

Vernissage: 31.03.23, 18:00 – 21:00
Ausstellung vom 01.04. bis 30.04.23
Sonderöffnungszeiten zum Gallery Weekend vom 28. – 30.04.2023: Fr – So 12:00 – 18:00

Der Titelnaturally – in der deutschen Übersetzung „selbstverständlich“ – lässt zunächst an Dinge denken, die ohne weitere Erklärung verständlich sind, an Alltag, etwas, über das man nicht sprechen muss.
Aber vielleicht ist Selbstverständliches gar nicht so „nicht erwähnenswert“. In unser Blickfeld tritt es, wenn etwas nicht mehr funktioniert, oder wenn der Blick darauf gelenkt, die Wahrnehmung scharf gestellt wird. Wir nehmen vieles für so selbstverständlich, dass wir atmen, unser Körper funktioniert, die Straßenbahn fährt, Strom aus der Steckdose kommt.
Selbstverständliches ist eine Voraussetzung, eine Erwartung an Dinge und Handlungen, die wir eingeübt haben im Laufe unseres Lebens. Etwas für selbstverständlich zu nehmen, impliziert nicht nur Erwartungen an Gewohnheiten sondern auch in Konventionen. Wir denken nicht darüber nach – Selbstverständlichkeiten sind in unserer Wahrnehmung nicht vorhanden. Wir vergessen sie schlichtweg wie blinde Flecken. Erst wenn Sand im Getriebe ist, verschiebt sich der Fokus, schauen wir hin und fangen an, Selbstverständliches infrage zu stellen.
Irritierende Blickpunkte auf Alltägliches sind in der Ausstellung naturally / selbstverständlich zum Gallery Weekend zu sehen.


The title „naturally“ – in the German translation „selbstverständlich“ – initially makes one think of things that are understandable without further explanation, of everyday life, something that does not need to be talked about.
But whatever seems natural perhaps doesn’t result in being „not worth mentioning“. We become aware of the ordinary when it no longer works, or when we pay actively attention to it, when we focus our perception. We naturally accept so many things without questioning: that we breathe, that our body works, that the subway runs, that electricity comes from the socket.
Taking things for granted is a prerequisite, an expectation of things and actions that we have practiced in the course of our lives. Accepting something as natural implies expectations not only in habits but also in conventions. We don’t think about it anymore – things taken for granted are not present in our perception. We simply fade these things out, they turn into blind spots. Only if there is sand in the gearbox, we start to refocus on it and we begin to question what we took as natural.
The exhibition naturally/selbstverständlich invites to discover irritating perspectives on the ordinary during the Gallery Weekend.

Text: Uschi Krempel, Celia Mehnert


übernatur

Arbeiten von Angela Bröhan, Albert Coers, georgia Krawiec, Jens Schünemann, Sabine Wild

Vernissage: Freitag, 24.02.2023, 18:00
Finissage: Samstag, 25.03.23, 14:00 – 18:00

Ausstellung vom 25.02. bis 25.03.23


Abbildung: © Angela Bröhan

 

übernatur

Naturgewalt, die gebeutelte Natur, die durch den Menschen domestizierte und kopierte Natur, Freizeitparks und Lebensräume: Das Thema „übernatur“ bietet breite Interpretations- und Reflexionsmöglichkeiten. Dabei werden unterschiedliche fotografische Ansätze und Techniken deutlich, von eher dokumentarischer Verwendung bis zu inszenierter Fotografie.

Angela Bröhan zeigt Fotografien aus der Serie „Here, There and Everywhere“, in denen Natur in einer seltsamen Mischung aus Nachahmung und Aneignung auftaucht. Dort, wo etwa Meer und Pflanzen auf die vom Tourismus geprägte Architektur und Infrastruktur treffen, erscheinen die Orte – menschenleer aufgenommen – als Bühne. Natur wird hier in Versatzstücken inszeniert zur Kulisse, – die ihre Künstlichkeit allerdings frei zur Schau stellt und somit über die Natur hinausgeht.

Natur im Kleinen ist es dagegen, die Jens Schünemann in seinen Nahaufnahmen interessiert. Unter dem Titel „Unsere kleinen Freunde“ geht es aber nicht um biologische Studien, sondern um das Auftauchen von Ungeziefer im alltäglichen Wohn-Umfeld des Menschen. Die Bilder sind in antike Goldrahmen gefasst, was im Zusammenspiel mit dem an Tapeten erinnernden Druck auf strukturiertem Baumwollgewebe wohnliches Ambiente suggeriert. Ungeziefer, so Schünemann, „bringt uns die Wildnis zurück – unbemerkt, unerwünscht, unbeirrbar.“

Sabine Wild fotografiert Zoo-Käfige aus den 1960er Jahren, oft baugleich errichtet, als durchdekliniertes strenges Raster, das nur durch sich minimal unterscheidende Requisiten wie Säcke, Seile, Baumstümpfe aufgelöst wird. Diese sollen auf die Vorstellung von Wildnis verweisen. Rasterartig sind auch die Gitter und die Fliesen im Hintergrund, deren Muster Wild als Versuch entlarvt, von ihrem klinisch sterilen Charakter abzulenken. Den kulissenhaften Charakter betont Wild, indem sie die Räume ohne Tiere zeigt.

In der Serie „KAHLschlag“ zeigt georgia Krawiec maskenartige, zweiäugige Objekte aus Eichenholz. In den analogen Stereoskopen sieht man plastisch wirkende Fotografien von Baumstümpfen. Auf ihnen scheinen seltsame rote Pilze und Flechten zu wachsen, die sich bei näherem Hinsehen als Fleisch, als Würste und Schinken herausstellen. Krawiec bringt spielerisch zwei ganz unterschiedliche Arten von (toter) Natur zusammen, pflanzliche und tierische – und hinterfragt damit Verwertungspraktiken.

Von Wanderungen bringt Albert Coers Stöcke mit, die er unterwegs aus aufgelesenen Ästen hergestellt und als vielfältig einsetzbare Hilfsmittel benutzt hat, v.a. zur Entlastung beim Gehen („Bastoni“). Sie stammen aus Wäldern in der Umgebung von z.B. Halifax, Flagstaff, Signes, Bern, Nördlingen. Mit der Rückkehr in den stärker von Zivilisation und Architektur geprägten Raum lässt er sie zurück und hält dies in Fotos fest. Die Stöcke kontrastieren mit diesem Raum und verweisen als Fremdkörper auf ihre vorherige Nutzung.

Text: Albert Coers, Januar 2023

 


New York Sky
Fotografien von Matthias Hagemann

Vernissage: Freitag, 20.01.2023, 18:00 – 21:00
Ausstellung vom 21.01. – 18.02.2023

Abbildung: © Matthias Hagemann, „New York Sky #12“ (Ausschnitt), 2022, Fine Art Print Hahnemühle

Wem gehört der Himmel?

Für viele ist der Himmel in naturwissenschaftlicher und religiöser Sicht ein Element, dass für unendliche Weite steht. Ihn zu erreichen inspirierte Baumeister, Luftfahrtingenieure, Astronauten und Religionsväter.

Das aktuelle Projekt setzt sich mit dem besonderen Himmel in New York auseinander. Er wechselt schnell von Sonne zu Wolken, von Stille zu Sturm. Abgase aus dem Autoverkehr, defekter Dampfheizungen und brummender Kühlanlagen mischen sich mit Duftwolken von Fast Food, Müll und Marihuana. Die Gebäude schießen in der Enge besonders in die Höhe. Der Himmel wird zum Marktwert: Penthouses verkaufen sich am teuersten, Investoren und Rechtsanwälte vermitteln zu wahnsinnigen Beträgen „Air Rights“, den abstrakten Luftraum über existierenden Gebäuden. Überflugrechte werden ebenso gehandelt und zusätzlich, spätestens seit dem 11. September 2001, extrem eingeschränkt.
In den Straßenschluchten meiner Nachbarschaft in Manhattan ist meist nur ein begrenzter Ausschnitt vom Himmel zu sehen. Ein komplexer Prozess mit analogen Abzügen aus digitalen Screens mit echten Fingerabdrücken erlaubt mir in den Werken mehr als nur verschiedene Himmelfragmente einzufangen. Bewusst stören Spuren des Individuums, das Pixelraster des Touchscreens und der Sprung in die Schwarz-Weiß-Technik, den New Yorker Himmel auf dem Fine-Art-Print.

Der wiederkehrende Fingerabdruck markiert grafisch Anspruch und Zugriff auf den Himmel. Darf ein Individuum oder eine Gruppe den Himmel erreichen, besitzen, verkaufen, zerstören?

Serie – Hahnemühle Fine-Art-Prints 2022 – Format 50 x 50 cm / 100 x 50 cm

 



Ungefähre Räume
Celia Mehnert
Collagen und Monotypien 

Vernissage: Freitag, 09.12.2022, 18:00 – 21:00
Finissage: Samstag, 14.01.2023, 14:00 – 18:00
Ausstellung vom 10.12.2022 – 14.01.2023

„Ein Interesse Celia Mehnerts liegt in der Erkundung von Räumen aus den Gedanken heraus. In der Serie Räume erinnern zeichnete Celia Mehnert Wohnungen und Räume, in denen sie einmal gelebt oder gearbeitet hat. Impuls für diese Arbeiten war ihre Wahrnehmung, dass sich in der Erinnerung die Räume ineinander schieben und überlagern.“ (Hannah Dölle)

Sind die Arbeiten „Räume erinnern“ eher Grundrisszeichnungen mit dreidimensionaler Wirkung und einer Perspektive, die das Auge verwirrt, zoomt sich Celia Mehnert in den Interieurs jetzt in Räume hinein, dicht an Gegenstände heran, in Winkel, Zwischenräume, Gedanken. Das Bildmaterial entsteht in verschiedenen Zeichenprozessen, Bildelemente werden mehrfach verwendet. Die Collage wird zentrales Prinzip.

 

Abbildung: @ Celia Mehnert, Interieur Nr. 19, offene Serie, 30 x 24 cm, 2022


Bodo Rott
Vor uns die Ferne

Vernissage: Freitag, 04.11.2022, 18:00 – 21:00
Finissage: Samstag, 03.12.2022, 14:00 – 18:00
Ausstellung vom 05.11. – 03.12.2022

 

Mit „Vor uns die Ferne“ präsentiert Bodo Rott seine Werke erstmalig in einer Einzelausstellung in der Galerie ep.contemporary. Die Schau umfasst Ölgemälde, Zeichnungen und eine räumliche Intervention an der Schwelle zwischen Malerei und Skulptur.

Zwischen Overload und Reim pendelnd, spielen die aktuellen Werke auf vielschichtige Weise mit der Tiefe des Raumes und stellen die BetrachterInnen gleichzeitig vor und in die Landschaft. Sie laden ein, die Welt als geballte Terra Incognita neu zu lesen.

Bodo Rott erweitert seine bisherige Untersuchung zudem um zwei Bereiche: Um einen deckenhohen Aufbau einer „Landschaft mit Gästen“, ein „Stapelbild“, das die Malerei in den realen Raum fortschreibt, und um eine Gruppe von Zeichnungen, die das Sehen in einem Dialog zwischen „Maschinenblick“ und persönlicher Wahrnehmung ausloten. Hierfür hat der Künstler eigene, einfache optische Apparate gefertigt und seinen Blick den damit erzeugten Bildwelten ausgesetzt.

Im Verwirrspiel aus überbordender Fülle und der Verschränkung von malerischen Techniken und Darstellungsweisen feiern die Bilder sowohl die Vitalität und den Reichtum der Naturformen als auch die Faszination der Malerei und setzen das Sehen des Sehens als Erfahrung einer unentwegten Ausgleichsbewegung ins Bild.

Michael Ende hat in seiner Erzählung „Der Spiegel im Spiegel“ eine ähnliche Erfahrung beschrieben: „Mehr und mehr verwischte sich dem Reisenden die Grenze zwischen seinem Inneren und dem Äußeren, zwischen dem, was er hinzuerschuf, und dem, was ihm tatsächlich vor Augen lag, bis er schließlich das eine vom anderen nicht mehr unterscheiden konnte und seinen eigenen Geist als ein Äußeres und die Gegenstände als ein Inneres erlebte.“

Abbildung: @ Bodo Rott, „Verlassener Garten (Hortus Convulsus 30)“, 2022, 200×190 cm, Öl/Köper, Foto: gebhardt reproduktionen2022 

 

 


From Leaf to Leaf
Malerei von Ophelia Beckmann

Vernissage: Freitag, 30.09.2022, 19:00 – 21.00
Finissage: Samstag, 29.10.2022, 14:00 – 18:00
Ausstellung vom 01.10. – 29.10.2022

Abbildung: @ Ophelia Beckmann, 2022-9-Blattwerk-#0012 I Tinte-Acryl-Pigment-Eitempera I Tape & Painting I 140 x 100 cm

 

FROM LEAF TO LEAF

Ophelia Beckmannarbeitet multimedial: Fotografie, digitale Fotoarbeit, Tape Art, klassische Malerei, Keramik. Jedes einzelne Medium bietet verschiedene Möglichkeiten der Bearbeitung und des Ausdrucks. Und jedes Medium nutzt die Künstlerin bei der Annäherung an ihr zentrales Thema, die Natur in ihren besonderen Daseinsformen zu transformieren. Natur ist verlässlich unberechenbar, ein unendliches Narrativ.

Die Serie FROM LEAF TO LEAF ist nicht unbeeinflusst von Putins Krieg, “denn die Nachricht von der Invasion erzeugte eine Schockstarre, aus der ich mich herausmalen musste. Bis dahin waren erst zwei Bilder entstanden, dann malte ich Camouflage im Blumenbeet. Ich beschloss, bis zum Ende des Krieges Blätter zu malen.“

Vielleicht ist es eine Art der inneren Emigration. Blätter, Blütenblätter und das Geäst bieten Schutz, Tarnung, Freude, Sehnsucht und Frieden. Blätter versorgen uns durch die Photosynthese mit Sauerstoff. Blätter bedeuten Leben.

FROM LEAF TO LEAF ist in einer Mixed-Media-Technik aus Tape Art (Klebebandkunst) und Malerei entstanden.

Ophelia Beckmann wählt ein gewagtes und hoch anspruchsvolles künstlerisches Vorgehen, das intuitiv ist und zugleich auf langjähriger malerischer Erfahrung beruht.
In zahlreichen Arbeitsschritten werden Blattmotive Schicht für Schicht abgeklebt, übermalt, wieder überklebt usw. In einem inversen Prozess entsteht ein Motiv, das erst am Ende teilweise oder auch ganz entblättert wird. Während des Arbeitsprozesses besteht das fragmentarische Bild nur aus Erinnerungen an vorherige Zustände, erst mit dem Entfernen der Tapes wird es real und zeigt sein unveränderliches Aussehen.

© Alexandra Simon Tönges

online: ophelia-beckmann.de
instagram: https://www.instagram.com/p/CipAZC3LJgF/


Von Wolken und Kratzern

Ausstellung vom 03.09. – 24.09.22

KünstlerInnen:
Ophelia Beckmann, Angela Bröhan, Albert Coers, Matthias Hagemann, georgia Krawiec, Uschi Krempel, Celia Mehnert, Martina Reichelt, Bodo Rott, Jens Schünemann, Dorothea Schutsch, Sabine Wild

Der Titel „Von Wolken und Kratzern“ lässt zunächst an Architektur denken, an Skyscraper, Gebäude, so hoch, dass sie den Himmel berühren, Symbol für menschlichen Fortschrittsglauben und Ambition, siehe den Turm von Babel. Mit „Wolken“ und „Kratzern“ tauchen darüber hinaus zwei bildhafte Begriffe auf, an denen sich die Arbeiten der Ausstellung mal enger, mal weiter orientieren, von denen aus sich auch aktuelle Bezüge herstellen lassen:

Einmal Wolken als nebulös-weiches Gebilde, flüchtig, ungreifbar, in Hitzezeiten herbeigesehnt als schützend, Schatten- und Regen spendend. Ihnen kann aber auch Bedrohliches innewohnen, als Zusammenballung, die Unwetter verheißt, sich entladen kann – oder sich schon entladen hat, nach Explosionen, Bränden.

Demgegenüber ist der Kratzer handgreifliches Ergebnis einer Bewegung auf einer Oberfläche, die Spuren hinterlässt; etwas Hartes trifft auf Weiches. Kratzer lassen an Graphik denken (griechisch graphein: ritzen, kratzen, schreiben), an Zeichnung, Drucktechniken wie die Radierung, bei der mit Nadeln gearbeitet wird, aber auch an physische und emotionale Gewalt, Versehrtheit, Wunden.

Albert Coers

 


The Beautiful Formula Collective

Karina Bugayova, Daniel Geiger, Oleksiy Koval, Thomas Rieger, Veronika Wenger, Michael Wright

Vernissage mit Performance: Freitag, 22.07.2022, 19:00 – 21:00
Künstlergespräch / Artist Talk: Samstag, 23.07.2022, 14:00
Finissage: Samstag, 27.08.2022, 16:00 – 18:00

Ausstellung vom 23. Juli – 27. August 2022

 

Abbildung: 
GAU, The Beautiful Formula Collective, Daniel Geiger, Oleksiy Koval, Veronika Wenger

Digital painting, Full HD, Foto: Galerie Reuten, Amsterdam 2019

The Beautiful Formula Collective setzt sich auseinander mit Malerei und schafft kollektive Werke, in einer Kombination aus Spontaneität, Improvisation und der Logik des Rhythmus. Das internationale Ensemble, dessen Mitglieder u.a. aus München, Kiew, Berlin und London kommen, produziert Gruppenarbeiten auch als Live-Painting-Performance vor Publikum, an Kunsthochschulen, Galerien und Museen, bisher z.B. in München, Zürich, Istanbul, Teheran und London – und jetzt bei ep.contemporary in Berlin.

Ziel ist ein Austausch, wie er pandemiebedingt vermisst wurde, auf sozialer, medialer und künstlerisch-ästhetischer Ebene: über Begriffe wie Malerei, Bild, Schönheit und Rhythmus. Ist so etwas Subjektives wie Schönheit in Formeln zu fassen – und wenn ja, wie? Welches sind die Zugriffe, auch aus anderen Disziplinen wie der Musik, dem Tanz, der Mathematik? Wie ist das Verhältnis von Planung und Improvisation, zwischen Individuum und Kollektiv, zwischen Regeln und künstlerischer Freiheit? Welche Rolle spielt der Prozess, welche das Ergebnis? In einem Künstlergespräch werden solche Fragen diskutiert. Die entstandenen Arbeiten bieten Anlass zur weiteren Auseinandersetzung.

Anknüpfen lässt sich ein Austausch darüber, wie sich Künstlergruppen organisieren, wie sie interagieren. Während bei der Gruppe um die Berliner Produzentengalerie ep.contemporary der gemeinsame Raum im Mittelpunkt steht und die Mitglieder recht unterschiedlich arbeiten, geht es bei The Beautiful Formula Collective mit Schwerpunkt in München um einen Prozess der Interaktion, die gemeinsame Arbeit im Medium der Malerei, an wechselnden Orten und Räumen.

Mehr Informationen www.thebeautifulformulacollective.com

Karina Bugayova, *1987, lebt und arbeitet in Berlin
Daniel Geiger, *1986 in München, lebt und arbeitet in München
Oleksiy Koval, *1979 in Kiew, lebt und arbeitet in München
Thomas Rieger, *1996, lebt und arbeitet in Leipzig
Veronika Wenger, *1967 in München, lebt und arbeitet in München und Penna San Giovanni
Michael Wright, *1955 in Hertfordshire/UK, lebt in London

 


blattwerk
Uschi Krempel | Druckgrafik | Fine Art Printmaking

Vernissage: Freitag, 10.06.2022, 19:00 – 21:00
Finissage: Samstag, 16.07.2022, 15:00 – 18:00

Lesung (Lyrik) mit Lars Arvid Brischke
Samstag, 25.06.2022, 17:00

Ausstellung vom 10. Juni – 16. Juli 2022
Uschi Krempel ist samstags und am 30. Juni zu den Öffnungszeiten in der Galerie.

Abbildung: o.T., 2022, Farbradierung (Unikat), 50 x 50 cm

In der Ausstellung “blattwerk” sehen Sie Farben und Strukturen: Licht scheint durch eine Baumkrone. Beim Blick nach oben in das Blätterdach überlagern sich Töne und ab und zu spitzt der Himmel durch – oder ist es doch einfach Pop in Rot, Blau und Gelb?

Überlagerungen und Interferenzen, diesmal nicht mit gleichgerichteten, vertikalen Elementen, sondern mit ungerichtetem Muster bilden den Hauptteil der Ausstellung. Die Grundstruktur sind Pinselstriche, gebannt auf eine Kupferplatte. Durch Versetzen der Kupferplatte beim Druckprozess entstehen Farbklänge. Diese animieren zum Innehalten und Versenken des Blicks. Jeder dieser speziellen Drucke ist ein Unikat.

Den anderen Teil der Ausstellung bilden neue Arbeiten aus der Serie B-Sides. Drucke mit den Rückseiten von Druckplatten ganz nach dem Motto: Kupferplatten sind teuer; Metalle rar und Recycling ist eine Überlebensnotwendigkeit.

Der tatsächliche Grund für diese Reihe ist allerdings meine Faszination für gefundene Strukturen. Auf den Rückseiten der Druckstöcke entstehen Spuren durch die Verletzung der schützenden Lackschicht. Ich mache sie sichtbar, verstärke sie. Das Bild selbst entsteht im Prozess. Es kristallisieren sich Bildwelten und Anklänge an räumliche Atmosphären heraus, oft in Kombination mit klaren, farbigen Formen.


Verwobener Raum (E)
Sabine Wild + Stefanos Pavlakis
Ausstellung vom 06.05. – 03.06.2022

 

Abbildung: © links: Sabine Wild, rechts: Stefanos Pavlakis

„Verwobener Raum“, so der Titel der Ausstellung von aktuellen Arbeiten der Berliner Fotografen Sabine Wild und Stefanos Pavlakis. Beide zeigen analoge, manipulierte Farbfotografie, denn sie haben eigenes Fotomaterial einer Nachbearbeitung per Hand unterzogen: Sabine Wild verwendet Fotos von Wohnblocks in chinesischen Megacities; diese druckte sie zweifach aus, schnitt sie präzise in Streifen und montierte sie dann in einem Verfahren, das an das Weben erinnert. Es entstehen verschachtelte, sich seriell wiederholende und bildfüllende Architekturansichten mit zahllosen Details. Entstanden sind Bilder von Wohnbatterien für Menschen, die gegenüber den tatsächlich existierenden Hochhausblocks in Hongkong oder Chongqing durch die künstlerische Intervention einen phantastisch irrealen Charakter annehmen. Somit werden die real existierenden und für Bevölkerungsmassen bestimmten Plattenbauten durch das von Sabine Wild eingesetzte Verfahren präziser Montage bildnerisch in eine geradezu absurd gigantische Dimension überführt und damit zu einer Science Fiction der ambivalenten Art erklärt: Demnach erscheinen die Stadtveduten wie aus der Zeit gefallen, absolut und dabei total unmenschlich. Mit diesen Arbeiten entsteht eine Form der Kritik, die sich aber nicht als rechthaberisch und allwissend gebärdet, sondern die Betrachter*innen konfrontierend einbezieht, selber Stellung zu nehmen.

Stefanos Pavlakis zeigt Bildmontagen, die in einem gänzlich anderen Verfahren entstanden sind.  Seine Fotos, Details daraus und Ausschnitte zeigten ursprünglich alles mögliche … den Blick in einen Garten, demolierte Jalousien, das Innere eines Zugs oder  Reflexionen moderner Architektur in Spiegeln – Stefanos Pavlakis hat seine Fotoabzüge  in Fetzen zerrissen, um sie neu zu kombinieren. Dabei spielt das Zusammenfügen, also die Bildmontage im Gedanken an Formen, Farben und Material zur Herstellung einer schlüssigen Komposition die zentrale Rolle: sind doch dabei Aspekte des formal Abstrakten mit solchen emotionaler Sinnlichkeit zu verbinden, so dass eine spannungsvolle, zugleich reale wie auch poetische Bildwelt sich verwirklichen kann. In den Collagen entsteht Räumlichkeit nicht länger im Sinne von vorne und hinten. Der Riss durch das Sujet zeigt nicht nur das weiße Papier auf dem gedruckt wurde, sondern an neuer Stelle im Bild die Gleichzeitigkeit völlig entfernter Ereignisse. In diesen Montagen gibt es Momente der Schönheit wie auch zugleich brutal Unvermitteltes. Stefanos Pavlakis Kompositionen sind chaotisch, und doch sind es ruhige Darstellungen. Als Kunstwerke sind sie Kontradiktionen zu den Bilderfluten der Medien, die keinen ruhigen Moment kennen und so gut wie nichts auf Dauer festhalten.

Peter Funken, April 2022

 

Gefördert durch die  Stiftung Kulturwerk der VG Bild-Kunst im Rahmen des Bundesprogramms NEUSTART KULTUR
der Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien.

 


SHORTCUT
Ausstellung vom 29.04. – 01.05.22

12 Künstler*innen der Galerie:
Ophelia Beckmann, Angela Bröhan, Albert Coers, Matthias Hagemann, georgia Krawiec, Uschi Krempel, Celia Mehnert, Martina Reichelt, Bodo Rott, Jens Schünemann, Dorothea Schutsch, Sabine Wild

Der Titel lässt sich beziehen auf die kurze Laufzeit zum Gallery Weekend. Dann ist mit Shortcut ein Schnitt angesprochen, eine Zäsur. Und shortcut als Tastenkombination, die schnelles Arbeiten erlaubt, wörtlich „Abkürzung, Abschneider“: Es geht um Akte das (Zer)Schneidens, etwa von Baumscheiben, Filmen oder Fotos.

 


Liaison und Pathos
Fotografien von Angela Bröhan
Ausstellung vom 25.03. – 23.04.2022

 

Reste. Bruchstücke. Wiederentdecktes und Zugeschnittenes – im Grunde überflüssig Gewordenes. Und doch zur Bühnenreife gebracht. Zu kleinen Attraktionen komponiert und fotografiert. So erhält das unscheinbare Alltägliche eine ungewöhnliche Aura. Geschnittene Stoffe, gewelltes Blech, gewickelter Draht, gelegte und gerollte Papierstreifen, drapierte Gaze oder zusammengesteckte Gebrauchsdinge gewinnen in den Arbeiten von Angela Bröhan eine eigene Würde. Sie mögen an unseren leichtfertigen Umgang mit den Ressourcen erinnern, die hier als banale Dinge wie selbstbewusst ins Bild treten.

Die Künstlerin bleibt sich in der Wachheit und Sicherheit ihres künstlerischen Schaffens treu: dem Dinghaften Raum geben und seiner Stille lebendigen Ausdruck verleihen. Es ist ihre 3. Solo-Ausstellung in der Galerie ep.contemporary, in der sie sich dem Stillleben widmet und ihre eigenwilligen Welten vorstellt.

Die Fotowerke von Angela Bröhan malen Geschichten aus, die sich in feinen, wundersamen Stimmungen ausdrücken, indem sie Dingen eine neue Ganzheit und eine große Schönheit gibt. Schönheit ist nicht banal oder oberflächlich. Schönheit reicht in die Tiefe.

Eine Vielfalt und ein Miteinander von Farben und Formen und von Erkennbarem und Unbestimmtem wird ästhetisch in großer Strenge spielerisch gefasst und gibt den Werken eine hohe Intensität durch Dichte, Klarheit und Leichtigkeit. Es ist diese Intensität, die den Arbeiten Stille und Ruhe gibt und doch eine Art Auferweckung spürbar macht. Das weckt Neugierde und erweist sich als ein Blick durch die Oberfläche der dargestellten Dinge hindurch auf ein Wesentliches.

Hajo Eickhoff, Berlin 2022


Pinhole Planet
Fotoprojekte von Matthias Hagemann
Ausstellung 18. Februar bis 19. März 2022

Seit Jahrzehnten lernt Matthias Hagemann als eine Art Weltenbummler auf verschiedenen Kontinenten immer neue Perspektiven und Kulturen kennen. Doch sein Blick auf die Welt hat sich in den letzten zwei Jahren sehr verändert. In seinen linsenlosen, mal kleinen und mal großen Schwarzweißserien Pinhole Planet Proximity Project und Poor Perforated Planet reflektiert er diese jüngsten Erfahrungen. Die langsamen Bilder vereint er unter dem gemeinsamen Thema: „Pinhole Planet“.

Pinhole Planet Proximity Project

Die Pandemie führt zu Reisebeschränkungen und Reiseverboten weltweit. Gleichzeitig steigt überall die Sehnsucht, besondere Orte und besondere Menschen endlich wieder besuchen zu dürfen. Matthias Hagemann hat inmitten der Pandemie Europa hinter sich gelassen, um in New York zu arbeiten und zu leben, zwischen Millionen Menschen mit Maske. Die Bedrohung durch einen unsichtbaren Virus wird weltweit geteilt, die Versuche der Eindämmung unterscheiden sich aber stark zwischen politischen Systemen, den Rahmenbedingungen im Gesundheitswesen, der Infrastruktur, der ökonomischen Kraft und auch den zweifelhaften Ansichten mancher Staatslenker. Im Kleinen und Privaten findet Hagemann schnell die globale Solidarität: kleine Pinholekameras fliegen für das „Pinhole Planet Proximity Project“ um die Welt, um in Briefumschlägen überall auf der Welt Besuche zu ermöglichen, die durch Reiserestriktionen und Lockdown sonst unterbunden werden. In Pinhole-Doppelbelichtungen kommt es mit Dutzenden von Pinholefotografen weltweit zu gegenseitigen Begegnungen auf Kleinbildschnipseln, sowohl bei Hagemann daheim – noch in Berlin oder schon in New York –, als auch bei jedem der Fotografen von Japan bis Portugal, Finnland bis Argentinien, Hongkong bis USA.
Beteiligt am Pinhole Planet Proximity Project (PPPP)  sind in:
EUROPA: Mnaucela Chrenstova, CZE – Toño Cañadas, ESP/CH -Alfonso de Castro, ESP – Jesus Joglar, ESP – Joan Martinez Serres, ESP – Michel Claverie (L’instant Sténopé), FRA – Marie Noelle Leroy, FRA – Odile Letourmy, FRA – Tarja Trygg, FIN – Markus Kaesler, GER – georgia Krawiec, GER – Karen Stuke, GER – Ky Lewis, GB – Justin Quinnell, GB – Tina Rowe, GB – Danny Kalkhoven, NL – Barbara & Witold Englender, PL – Michalina Hendrys & Tomek Kowalczyk, PL – Kamil Myszkowski, PL – Krzysztof Szlapa, PL – Adelino Marques, PT – Igor Stepanitch, RUS – Peter Wiklund, SWE – Lena Källberg, SWE – Igor Belsky, UCR
NORDAMERIKA: Guy Glorieux, CAN – Walter Crump, USA – Peter Donahoe, USA – Jesseca Ferguson, USA
SÜDAMERIKA: Kümei Kirschmann, ARG – Fernando Miranda, BOL – Luigi Brisso, CHL
ASIEN: Stanley Ng & Ceci Liu (Tofu), HK  – Edward Levinson, JAP

 

Poor Perforated Planet

Im Großen fliegt uns auf der Erde zeitgleich alles um die Ohren: Klimawandel, Nationalismus, die Schere von Arm und Reich, Fake News und eine überall eine tiefe Verunsicherung. In der Serie „Poor Perforated Planet“ setzt Hagemann verschiedene Perspektiven auf die gebeutelte Welt aus kleinen, sich wiederholenden linsenfreien Belichtungen zusammen, die diese Bedrohungen über den Planeten streuen.

Abbildung:  Poor Perforated Planet #2, Matthias Hagemann, 2022, Fine Art Print Hahnemühle, 50 x 50 cm(Ausschnitt)

 

Ein Film über die beiden Projekte:


12 + 12
Ausstellung vom 03.12.2021 – 12.02.2022

Finissage: Samstag, 12.02.2022, 14:00 – 18:00,
um 16:00: 20-minütige Lecture-Performance: 
Neujahrsgrüße von Biber & Co, transponiert in menschliche Sprache von Anne Peschken / Marek Pisarsky (Urban Art).
Ein Eintauchen in die Sinneswelt des Bibers.

Hier ein Link zur Performance auf youtube: 

In der Gruppenausstellung „12 +12“ laden 12 Künstler*innen von ep.contemporary zum dritten Mal 12 Gastkünstler*innen ein, Arbeiten im Kunstduett zu präsentieren. Im Mittelpunkt der Ausstellung stehen Dialoge zwischen einer Künstler*in von ep.contemporary und ihrer eingeladenen Gastkünstler*in, die auch räumlich als Zwiegespräch in den Ausstellungsräumen erfahrbar sind.
Die beteiligten Künstler*innen sind:
Ophelia Beckmann + Jochen Schneider, Angela Broehan + ter Hell, Albert Coers + Peter Dobroschke, Matthias Hagemann + Songwen Sun-von Berg, Uschi Krempel + Georg Bothe, georgia Krawiec + Urbanart (Peschken & Pisarsky), Celia Mehnert + Dorothee Berkenheger, Martina Reichelt + Rémy Mouton, Bodo Rott + Michael H. Rohde, Dorothea Schutsch + Béatrice Nicolas, Jens Schünemann + Thomas Sturm, Sabine Wild + Stefanos Pavlakis

Bitte beachten Sie die aktuellen Coronaregeln.

Handout zur aktuellen Ausstellung 12 + 12 (pdf-Dokument)

Film über die einzelnen Beiträge der Ausstellung:


Grenzen des Fotografischen
Silke Helmerdig, Stefanos Pavlakis, Jens Schünemann, Sabine Wild
Ausstellung vom 28.10. – 27.11.2021


Abbildung (Ausschnitt): © Stefanos Pavlakis

Versuche einer Überwindung der jeweiligen chemischen, oder physikalisch-technischen Grenzen des Fotografischen begleiten die Fotografie seit ihren ersten Schritten. Man könnte behaupten, dass das Medium seit seiner Entstehung kontinuierlich an seiner eigenen Überwindung arbeitet, ganz im Sinne Vilém Flussers, der mit seiner Behauptung, der Mensch würde dem Apparat als Rückkopplungsschleife dienen, die Beziehungen zwischen Kamera und Mensch auf den Kopf stellte. Wer steuert hier wen? Im Fotografischen unterlagen Grenzverschiebungen – auch wenn sie oft durch erfinderische Einzelgänger vorangetrieben wurden – grundsätzlich dem Diktat von Wirtschaft und Industrie.
Wie könnte man sich dem alten Thema nach den Grenzen des Fotografischen aus heutiger Sicht annähern? Silke Helmerdig, Stefanos Pavlakis, Jens Schünemann und Sabine Wild folgen dieser Frage auf den Spuren der Gegebenheiten dieses Mediums: Silke Helmerdig zeigt analog überlagerte Belichtungen; Jens Schünemann formt Streifen von Probedrucken zu seriellen Bildfolgen; Stefanos Pavlakis zeigt Fotografien dunkler Meeresoberflächen, die an digitales Rauschen grenzen und Sabine Wild verwebt Fotografien chinesischer Megacities.


COMING SOON
Albert Coers
Ausstellung vom 23.09. – 23.10.2021



Auf der Architekturbiennale in Venedig fielen Coers Schilder in einem sonst leeren Raum auf, auf denen lakonisch stand „COMING SOON“. Dieser Claim begegnet in letzter Zeit häufig, und er hat nicht zuletzt mit einer Aufbruchsstimmung zu tun, die aber pandemiebedingt noch mit Einschränkungen und Unwägbarkeiten beladen ist: Etwas wird stattfinden, aber es ist unsicher, was und wann es sein genau wird. Also ankündigen, sich aber lieber noch nicht ganz festlegen, es wird sich eh noch ändern.

In seiner ersten Einzelausstellung bei ep.contemporary zeigt Albert Coers Installationen, Objekte, Fotos und Künstlerbücher, in denen es um Zeit und ihre Manifestationen im weiteren Sinne geht. Fundstücke und Sprache spielen eine große Rolle. Aus ihrem Funktionszusammenhang genommen und transformiert, fangen die Gegenstände an, eigene Geschichten zu erzählen.

Einige Arbeiten entstanden in einem Artist-in-Residence-Aufenthalt im Künstlerdorf Schöppingen 2021, aus der – durch Corona verstärkten – Beschäftigung mit der nächsten Umgebung, mit der eigenen Person und dem eigenen Namen.

Zeit ist ein Thema in Wahlkampfslogans, die Coers von Plakaten durchgepaust hat. In Tischtennisschlägern, die Spuren jahrzehntelangen Gebrauchs tragen. Oder in einer Sammlung mehrfach gestempelte Fahrkarten, auf der sich jeder Moment des Abstempelns eingeprägt hat. In nestartig gestapelten Blättern von Abreiß-Kalendern. Scheinbar Bekanntes ergibt neue Konstellationen: Kalender, deren Produkt-Etiketten zu Umrissen von Ländern umgestaltet sind, Bücher, die als „Mängelexemplare“ abgestempelt wurden, dies aber stolz zur Schau tragen, skulptural eingepackte Haare, ein Künstlerbuch mit Zitaten, in denen der Protagonist „Albert“ heißt, Straßenschilder aus Coers’ Denkmal für die Familie Mann, in denen der Familienname mit dem Bleistift durchgerieben ist …

Und dann sind da die Vorhaben, die To-Do-Listen möglicher Projekte und Bücher. Ob die realisiert werden, oder ob vieles Idee, Listeneintrag, Ankündigung bleibt? Auf jeden Fall: COMING SOON!

Abbildung: © Albert Coers

Virtueller Rundgang durch die Ausstellung

Pressetext zu COMING SOON


YELLOW PRESS
Gruppenausstellung mit allen Künstler*innen der Galerie & Edition
Ausstellung vom 26.08. – 19.09.2021

Klatsch, Tratsch und manipulativer Journalismus: Zum Ergötzen der LeserInnen quetscht sie ihre Opfer aus wie Zitronen – das sind Assoziationen, die Yellow Press als Titel einer Ausstellung weckt.

Begreift man die Farbe Gelb aus der psychologischen oder soziokulturellen Perspektive, sind ihr verschiedene, teils sogar konträre Bedeutungen zugeschrieben. Sie steht für Licht, Freude und Wohlbefinden, Geduld und Weisheit – aber auch für das Gegenteil: Neid, Geiz und Missgunst. Gelb ist die Farbe sowohl der Geächteten als auch der Geachteten: Gelb war der Stern zur Ausgrenzung der Juden; gelb waren die Gewänder, mit denen sich chinesische Kaiser schmückten.

„Das Auge wird erfreut, das Herz ausgedehnt, das Gemüt erheitert; eine unmittelbare Wärme scheint uns anzuwehen“, schreibt Johann Wolfgang von Goethe in seiner Farbenlehre. In der Bildenden Kunst symbolisiert sie die Ewigkeit: Gelb ist die Farbe mit der größten Strahlkraft.

Text: Ophelia Beckmann

Gleichzeitig präsentieren wir in unseren Räumen:
EP.CONTEMPORARY EDITION # 0.1

Mit Arbeiten von Ophelia Beckmann, Angela Bröhan, Albert Coers, Matthias Hagemann, georgia Krawiec, Uschi Krempel, Celia Mehnert, Martina Reichelt, Jens Schünemann, Sabine Wild.

Weitere Infos dazu finden Sie hier: Edition #1

Abbildung: © Ophelia Beckmann

 


 

Regine Spangenthal: ‚durch einander‘
Malerei / Bildkonstellationen

Ausstellung vom 15.07. bis 21.08.2021

 

 

‚durch einander‚- in zwei Worten geschrieben, mit Pause gesprochen und anders betont als ‚durcheinander‘- beschreibt meine Arbeitsweise: zahlreiche Bilder werden gleichzeitig und in permanentem Aufeinander-Beziehen entwickelt. Das bedeutet, dass sich die Bezugssysteme zwischen den Bildern fortlaufend ändern und diese entdeckten Bezüge in weitere Bilder übersetzt werden. Neue Bilder werden einfügt, andere Bilder wieder verworfen, Bilder werden umgehängt und damit in einen neuen Zusammenhang gebracht oder auf andere Formate umgespannt und mit dem versetzten Bildfeld weiter bearbeitet. Eine netzartige Ausweitung ist jederzeit möglich. Erst nach und nach bildet sich die Bildkonstellation heraus, in der zugleich das einzelne Bild in seiner Jeweiligkeit entwickelt und verdichtet werden kann – und umgekehrt – erst die zunehmende Konzentration auf das einzelne Bild bestimmt die gesamte Konstellation: ein langwieriger, reziproker und fragiler Prozess.

K. ist ein umfangreiches Bildprojekt von insgesamt 72 Arbeiten, die in drei Konstellationen von je 24 Bildern aufgeteilt sind. (6 x 4-teilig) Es sind Quadrate in unterschiedlicher Größe, einem bestimmten Multiplikationsfaktor folgend, zwischen 21 und 96 cm Seitenlänge, von denen in dieser Ausstellung 20 Bilder gezeigt werden. Einer der Ausgangspunkte für die entstandenen Bildfolgen ist die Spielkarte Karobube. Aus stark vergrößerten Ausschnitten der Karte werden einzelne Bildelemente aus ihrem figurativen Zusammenhang gelöst und in weiteren Bildern vereinfacht und übersetzt: in Mustern wiederholt oder in Farbflächen und Farbverläufen vergrößert. Im Arbeitsprozess wirken die Muster und die Farbflächen, bzw. Farbverläufe auf die figurativen Ausschnitte zurück und können Grundlage neuer Bilder werden. In getrennten Bildern, nebeneinander, entstehen gleichzeitig unterschiedliche Bildmodi, die jeweils auf eine andersartige Lesart angelegt sind. Mit der Bewegung des Blicks im Hin und Her zwischen dem einen und dem anderen Bild bilden sich unterschiedliche Beziehungen zwischen den Bildern.

„Bild“ verstehe ich im Zusammenhang einer Bildkonstellation: Bilder, die sich gegenseitig ent-decken, befragen und analysieren. Das Bildfeld, d.h. die Arena, auf der ich mich bildnerisch bewege, ist eine fragile Zone, die immer wieder neu bestimmt wird, durch Umspannen auf andere Formate oder durch ausdrückliches Markieren der gemeinten Zone auf dem bemalten Stück Stoff. Spuren dieser Suche sind Elemente des Bildes.

Regine Spangenthal 2021

 

Video zur aktuellen Ausstellung von Regine Spangenthal:

 


 

Des Kaisers alte Eicheln
georgia Krawiec, experimentelle Fotografie und Fotoobjekte
Ausstellung vom 10.06. bis 10.07.2021

Ist der Kaiser nackt? Ja, er ist es, aber bekanntermaßen traut sich niemand, es laut auszusprechen. Auch sein Wald ist nackt. Aber seine alten Eicheln haben den Weg in eine Ausstellung geschafft. 

In Des Kaisers alte Eicheln zeigt die Künstlerin georgia Krawiec experimentelle Fotografien und Fotoobjekte, die sich mit der Mensch-Natur-Beziehung auseinandersetzen. In ihren polychromen Chemogrammen arbeitet sie mit Baumformen, die wie eine Bestandsaufnahme von Waldrodungen wirken. In knallgrünen Fotogrammen kann der Betrachter Muster von Eicheln entdecken, die in langen Belichtungsperioden auf dem Fotopapier verderben. Sie spielt mit dem Mythos der Eiche, in dem sie Eicheln von 96 deutschen und polnischen Gedenk-Eichen zu Fotoobjekten macht, die während der gesamten Ausstellung belichten. Auch die Eicheln einer Kaiser-Eiche sind dabei.

Rahmenprogramm: Das gläserne Atelier
Freitags und samstags spielt georgia Krawiec eine Künstlerin bei der Arbeit.
Die Künstlerin ist während der Vernissage, freitags und samstags und nach Vereinbarung anwesend.

Diese Ausstellung ist gefördert durch die Senatsverwaltung für Kultur und Europa.

Video zur aktuellen Ausstellung von georgia Krawiec:

 


noch einmal
Ausstellung vom 15.04.2021 bis 05.06.2021


Mit Arbeiten von:
Ophelia Beckmann, Angela Bröhan, Matthias Hagemann, georgia Krawiec, Uschi Krempel, Celia Mehnert, Béatrice Nicolas, Martina Reichelt, Bodo Rott, Jens Schünemann, Dorothea Schutsch, Regine Spangenthal, Sabine Wild

Abbildung: © Angela Bröhan

noch einmal legen wir den Fokus auf das zeitliche Moment der künstlerischen Arbeit. Der Prozess der Entstehung, seine Dauer und Intensität ist Thema dieser Gruppenausstellung.

noch einmal ermöglicht aus einer Distanz heraus einen neuen Blick auf die eigene künstlerische Arbeit und lädt ein, auf das bereits vorhandene zu reagieren: innerhalb derselben oder in einer zweiten Arbeit. Das „Wiederholen“ wird zu einem „wieder Holen“.

noch einmal bedeutet nicht die bloße Reproduzierbarkeit einer künstlerischen Arbeit. Das Moment der Rückkoppelung ist entscheidend.

Durch Klicken auf das Bild: Handout zur Ausstellung „noch einmal“ mit den Texten der Künstler*innen zu ihren Arbeiten (pdf, 1,94 MB).


Abbildung: Foto © Jens Schünemann

Wir präsentieren einen Rundgang durch die NOCH EINMAL mit den Originalstimmen aller KünstlerInnen zu ihren Werken, um den Lockdown ein kleines bisschen vergessen zu machen:


 

zwischenRaum
Malerei von Dorothea Schutsch
Ausstellung vom 11. März bis 10. April 2021

Abbildung: Foto von Volker Schutsch

Film: Dorothea Schutsch: Zwischenraum


ANFANG
Ausstellung von Donnerstag, 14.01.2021 bis Samstag, 27.02.2021

Arbeiten von:
Ophelia Beckmann • Angela Bröhan • Matthias Hagemann • georgia Krawiec • Uschi Krempel • Celia Mehnert • Béatrice Nicolas • Martina Reichelt • Bodo Rott • Jens Schünemann • Dorothea Schutsch • Regine Spangenthal • Sabine Wild

– Was kann, was soll, was mag ein Anfang sein? Ein Ende, ein neuer Gedanke, ein neuer Blick?

Wir haben uns diese Fragen gestellt und zeigen unsere Ergebnisse in dieser Ausstellung. Mit dieser Ausstellung beginnt auch unsere Zusammenarbeit mit Bodo Rott, der als 13. Mitglied der ep.contemporary seit Anfang dieses Jahres dabei ist.

Foto: © Jens Schünemann

Die Galerie bleibt geschlossen. Wir können keine Eröffnung veranstalten, aber sobald die Umstände es zulassen, werden wir sie nachholen und Sie dazu einladen. So sind die Fenster der Galerie Schaufenster unserer Arbeiten und Gedanken. Damit Sie dennoch einen Einblick in diese Ausstellung bekommen können, haben wir hier Ausstellungsansichten und ein Handout über die einzelnen Positionen zusammen gestellt.

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Ausstellungsansicht

Handout_Anfang


augenfallen
Ausstellung vom 22. Oktober – 19. Dezember 2020

Künstler*innen:
Ka Bomhardt, Tom Früchtl, Gabriele Herzog,
Béatrice Nicolas, Dorothea Schutsch, Regine Spangenthal


TAPES AND STRIPES
Arbeiten von Ophelia Beckmann
Ausstellung vom 17. September – 17. Oktober 2020

Abbildung: TAPES AND STRIPES #8, 2020, Pigment, Tusche, Dammar auf Leinwand, 140x 100 cm

 


„Unterm Strich“
Ausstellung vom 11. – 13. September 2020 (Gallery Weekend)

Künstler*innen:
Ophelia Beckmann, Angela Bröhan, Matthias Hagemann, georgia Krawiec, Uschi Krempel, Celia Mehnert, Béatrice Nicolas, Martina Reichelt, Jens Schünemann, Dorothea Schutsch, Regine Spangenthal, Sabine Wild


Beiläufige Aufmerksamkeiten
Fotografien von Angela Bröhan
Ausstellung vom 6. August – 5. September 2020

Abbildung: Berlin 2017, Fotografie / Fine Art Print 24 x 30 cm


Übersicht
Arbeiten von Celia Mehnert
Ausstellung vom 4. Juni 2020 – 25. Juli 2020

Abbildung: Wiese/Wiesen/Grasland, Nr. 5, 2016, Künstlertusche auf Papier, 80 x 97 cm


Sequenzen III
Druckgrafiken von Uschi Krempel
Ausstellung vom 12.03.2020 bis 30.05.2020

Abbildung: o.T., 2019, Farbradierung (Unikat), 35 x 48 cm

Virtueller Rundgang durch die Ausstellung

 


Auflösungen
Fotografien von Jens Schünemann
Ausstellung vom 06.02.2020 bis 07.03.2020


same name
Fotografien von Sabine Wild
Ausstellung vom 2. Januar bis 1. Februar 2020

Abbildung: L1001950 Singapur, 2016 / L1001950 Berlin, 2017
84 x 59,4 cm, Pigmentdruck auf Hahnemühle-Photorag, Edition 5 + 1 Artist Print, @ VG Bildkunst 2020


12 + 12
Ausstellung vom 21. November bis 21. Dezember 2019

Die beteiligten Künstler*innen sind:
Ophelia Beckmann + Joerg Waehner | Angela Bröhan + André Baschlakow | Matthias Hagemann + Concha Argüeso | georgia Krawiec + Albert Coers | Uschi Krempel + Lisa Ballmann | Celia Mehnert + Antonia Bisig | Béatrice Nicolas + Marianne Stoll | Martina Reichelt + Rémy Mouton | Jens Schünemann + Bodo Rott | Dorothea Schutsch + Ellinor Euler | Regine Spangenthal + Doris Ehrbacher | Sabine Wild + Torsten Schumann

 

In der Gruppenausstellung „12 +12“ laden 12 Künstler*innen von ep.contemporary zum zweiten Mal 12 Gastkünstler*innen ein, Arbeiten im Kunstduett zu präsentieren. Im Mittelpunkt der Ausstellung stehen Dialoge zwischen einer Künstler*in von ep.contemporary und ihrer eingeladenen Gastkünstler*in, die auch räumlich als Zwiegespräch in den Ausstellungsräumen erfahrbar sind.

 


be-licht-ung-en
Fotografie von Magda Hueckel und georgia Krawiec (please scroll down for english version)
Ausstellung von Donnerstag, 17.10. bis Samstag, 16.11.2019

Abbildung: 
Links: © Magda Hueckel: Rituals Integration 3, C-Print (Fragment), 2019. 
Rechts: © georgia Krawiec: 8 Monate, 3 Wochen, 5 Tage VIII, Langzeitfotogramm auf Silbergelatinepapier (Fragment), Unikat, 2019

 



Streulicht

Arbeiten von Jochen Schneider
Ausstellung von Donnerstag, 12. September bis Samstag, 12. Oktober 2019


Ausstellungsansicht


Abbildung: ohne Titel, 2019, Graphit auf Papier, 42 x 55 cm

 


parcours
Arbeiten von Martina Reichelt
Ausstellung: 08. August – 07. September 2019


Ausstellungsansicht

 

Abbildung: ohne Titel, 2019, Mischtechnik auf Papier, 38 x 53,5 cm


zeitversetzt
Regine Spangenthal
Malerei: Bildkonstellationen
Ausstellung: 11. Juli bis 3. August 2019


Ausstellungsansicht

Abbildung: Regine Spangenthal l._2, l._1, 2019, Acryl, Öl auf Baumwolle, 30 x 27 cm, 32 x 32 cm

 


FOREST DARK
Arbeiten von Anna Roberta Vattes
Ausstellung vom 6. Juni bis 6. Juli 2019


Ausstellungsansicht

 

Abbildung: Forst Dark 47, 2019 (Ausschnitt), Tusche und Acryl auf Papier, 59,5 x 42 cm

 


 

 

Schatten des Geldes
Fotografien von Matthias Hagemann
Vernissage: Freitag, 03. Mai 2019, 19:00 – 21:00
Ausstellung vom 02. Mai – 01. Juni 2019


Gallery Weekend vom 26. – 28. April 2019

Zum Gallery Weekend luden die 13 KünstlerInnen der ep.contemporary mit einer besonderen Aktion ein:

NACHEINANDER . NEBENEINANDER
Ausstellungsaktion in zwei Räumen

NEBENEINANDER
In einem Zeitraum von 26 Stunden präsentierten die 13 KünstlerInnen von ep.contemporary je eine Arbeit.
NACHEINANDER
In einem Zeitraum von 26 Stunden präsentierten die 13 KünstlerInnen von ep.contemporary je eine Arbeit für jeweils 2 Stunden (siehe Zeitplan unten).
Die präsentierten Genres reichen von Malerei und Zeichnung über Fotografie bis zu Druckgrafik.


Christian Buchloh –  Bilder
Eröffnung am Freitag, 15. März 2019, 19:00 – 21:00
Ausstellung vom 14. März bis 20. April 2019
Abbildung: „1505“, 2018, Papiere, Tusche und Stift auf Bütten, 24,9 x 19,4 cm


Fenster einer Drehtür – Malerei von Dorothea Schutsch
Ausstellung vom 7. Februar – 9. März 2019
Abbildung: Fenster einer Drehtür 13, 2018, Öl auf Nessel, 40 x 200 cm (Ausschnitt)


in between II
Druckgrafiken von Uschi Krempel
Ausstellung vom 3. Januar – 2. Februar 2019
Abbildung: o.T., 2018, Farbradierung (Unikat), 33,5 x 49,5 cm


L’ombre des forêts sur la mer
Zeichnungen von Béatrice Nicolas
Ausstellung vom 22. November bis 29. Dezember 2018
Abbildung: Gravitation 03, 2015, Mischtechnik auf Papier, 84 x 59 cm (Ausschnitt)


Ophelia Beckmann: K I   T O   H I – Holz und Feuer
Ausstellung vom 18. Oktober – 17. November 2018


Rattenhausen – aus der Serie Territorien
Fotografien von Sabine Wild
Ausstellung vom 13.09 – 13.10.2018
Diese Ausstellung findet statt im Rahmen des EMOP Berlin – European Month of Photography 2018 (www.emop-berlin.eu).


13 +13
warten.wechseln.warten.wechseln.warten.wechseln.warten.wechseln.warten…
Ausstellung vom 12.07. – 08.09.2018
In der Gruppenausstellung „13 +13 – warten.wechseln.warten.wechseln.warten.wechseln.warten.wechseln.warten…“ laden 13 Künstler*innen von ep.contemporary zum ersten Mal 13 Gastkünstler*innen ein, Arbeiten im Kunstduett zu präsentieren. Im Mittelpunkt der Ausstellung stehen Dialoge zwischen einer Künstler*in von ep.contemporary und ihrer eingeladenen Gastkünstler*in, die auch räumlich als Zwiegespräch in den Ausstellungsräumen erfahrbar sind. Die präsentierten Genres reichen von Skulptur und Malerei, über Zeichnung, Fotografie und Grafik bis zu Neuen Medien. Auch werden Werke gezeigt, die als Gemeinschaftsarbeit der Kunstduette entstanden sind.

Unsere Kunstduette:
Michael Bause – Anna Roberta Vattes
Angelika Frommherz – Béatrice Nicolas
Haruka Hirai – Regine Spangenthal
Kama Jackowska – Uschi Krempel
Jens Komossa – Angela Bröhan
Ute Lindner – georgia Krawiec
Una H. Moehrke – Jochen Schneider
Rémy Mouton – Martina Reichelt
A. Paola Neumann – Christian Buchloh
Ev Pommer – Dorothea Schutsch
Jens Schünemann – Sabine Wild
Songwen Sun-von Berg – Matthias Hagemann
Joerg Waehner – Ophelia Beckmann


Angela Bröhan . works
Ausstellung vom 7. Juni – 7. Juli 2018
Abbildung: Aus der Serie „In anderen Gegenden“ (Ausschnitt)


Künstler*Innen von ep.contemporary mit Druckgrafik, Fotografie, Malerei und Zeichnung

Ophelia Beckmann, Angela Bröhan, Christian Buchloh, Matthias Hagemann, georgia Krawiec, Uschi Krempel, Béatrice Nicolas, Martina Reichelt, Jochen Schneider, Dorothea Schutsch, Regine Spangenthal, Anna Roberta Vattes, Sabine Wild
Ausstellung vom 5. April – 2. Juni 2018


georgia Krawiec: TRINITY TEST
Ausstellung vom 1. – 24. März 2018
Abbildung: aus der Serie: TRINITY TEST; Fragmente der Chemogramme auf Silbergelatinepapier, Unikate, 2014 / 2017.


in between: Druckgrafiken von Uschi Krempel
Ausstellung vom 01. – 24. Februar 2018
Abbildung: ohne Titel, (Unikat) Farbradierung und Kaltnadel auf Papier, 14 x 30 cm


Streiflicht – Zeichnungen von Jochen Schneider
Ausstellung vom 04. – 27. Januar 2018
Abbildung: ohne Titel, 2016, Graphit auf Papier, 42 x 55 cm (Ausschnitt)

Infinis paysages. Zeichnungen von Béatrice Nicolas
Ausstellung vom 23. November – 22. Dezember 2017
Abbildung: aus der Serie Infinis paysages, # 01, 2017, 84 x 59 cm, Mischtechnik auf Papier (Ausschnitt)


augenblicke 2 – Arbeiten von Martina Reichelt
Ausstellung vom 26. Oktober – 18. November 2017
Abbildung: „flags 03“, 2016, Fine Art Print auf Hahnemühle, 32 x 23 cm



Christian Buchloh | Bilder
Ausstellung vom 28. September – 21. Oktober 2017
Abbildung: 1430, 2017, Acryl auf Nessel, 180 x 150 cm


Ophelia Beckmann: „Verzweigt“
Ausstellung vom 31. August – 23. September 2017
Abbildung: „Verästelung“ (Ausschnitt), digitale Fotoarbeit


Revolte: Arbeiten von Anna Roberta Vattes
Ausstellung vom 27. Juli – 26. August 2017
Abbildung: Revolte 18, Ausschnitt, Tusche auf Papier, 30 x 37,5 cm, 2017


Matthias Hagemann: Das andere Panorama – Horizontale Fotografien
Ausstellung vom 29. Juni – 22. Juli 2017
Abbildung: Promenade am Bund, Rough Time Panorama, Shanghai 2013 (Ausschnitt)


Absenzen: aus der Serie „Territorium“ – Fotografien von Sabine Wild
Ausstellung vom 01. – 24. Juni 2017
Abbildung: © Sabine Wild


SONAR – Zeichnungen von Jochen Schneider
Ausstellung vom 4. – 27. Mai 2017
Abbildung: ohne Titel, 2017, Graphit auf Papier, 42 x 55 cm


re:group II
Gruppenausstellung aller Künstler von ep.contemporary zum Gallery Weekend mit Malerei, Zeichnung, Druckgrafik und Fotografie.
Beteiligte Künstler sind: Ophelia Beckmann, Christian Buchloh, Matthias Hagemann, georgia Krawiec, Uschi Krempel, Béatrice Nicolas, Martina Reichelt, Jochen Schneider, Dorothea Schutsch, Anna Roberta Vattes und Sabine Wild.
Ausstellung vom 27. – 30. April 2017
Foto: Sabine Wild


Fenster lll – Malerei / Dorothea Schutsch
Ausstellung vom 30. März – 22. April 2017
Abbildung: „Im Café 59“ (2015), Öl auf Nessel, 160 x 80 cm


georgia Krawiec – Das Antikonzept.
Eine Fotografieausstellung
Ausstellung vom 2. – 25. März 2017
Abbildung: georgia Krawiec, Fragmente aus der Serie antyKONCEPCYJNE: FLUXA I, IV,V,
Fotoscherenschnitte, Fotogramme auf Silbergelatinepapier, Unikate 2016


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Les seuils
Zeichnungen von Béatrice Nicolas

Ausstellung vom 2. – 25. Februar 2017
Abbildung: Aus der Serie „Les seuils 04“, 2016, 29,7 x 21 cm, Kugelschreiber auf Papier (Ausschnitt)



augenblicke. 
Arbeiten von Martina Reichelt
Ausstellung vom 5. bis 28. Januar 2017
Abbildung „Sequenz 2016_02“, 2016, Fine Art Print auf Hahnemühle, 18 x 23 cm


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re:group
Gruppenausstellung aller KünstlerInnen von ep.contemporary mit Malerei, Zeichnung, Druckgrafik und Fotografie.
Ophelia Beckmann, Christian Buchloh, Matthias Hagemann, georgia Krawiec, Uschi Krempel, Béatrice Nicolas, Martina Reichelt, Jochen Schneider, Dorothea Schutsch, Anna Roberta Vattes, Sabine Wild
Ausstellung vom 8. Dezember bis 22. Dezember 2016


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Gebauter Glaube – Camera-Obscura-Arbeiten von Matthias Hagemann
Ausstellung vom 10. November bis 3. Dezember 2016
Diese Ausstellung ist Teil des Monats der Fotografie – OFF 2016
Abbildung: „Gebauter Glaube x 12“, Multi-Pinhole, Berlin 2016, 50 x 60 cm (Ausschnitt)

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Wildnis – Zeichnungen von Anna Roberta Vattes
Ausstellung vom 13. Oktober – 5. November 2016
Abbildung: Wildnis 61, 2015, Tusche auf Papier, 42 x 58 cm (Ausschnitt)


L1005464

nachts – Fotografien von Sabine Wild
Ausstellung vom 15. September – 8. Oktober 2016
Abbildung: „L1005464“, 2016, 100 x 150 cm, Lambdaprint/Acrylglas, Edition 5 + 1 AP


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Christian Buchloh  | Bilder
Ausstellung vom 13. August – 10. September 2016
Abbildung: Christian Buchloh, 1302, 2015,  Acryl, 180 x 150 cm


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My life beside the kitchen – Fotografien von Ophelia Beckmann
Ausstellung vom 7. Juli – 6. August 2016
Abbildung: Variation I aus „My life beside the kitchen“, Fineart Injektprint auf Museo Max, 50 x 50 cm (Ausschnitt)


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Im Café II | Malerei von Dorothea Schutsch
Ausstellung vom 4. Juni – 2. Juli 2016
Abbildung: „Im Café 131“, Öl auf Papier / Ausschnitt


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START von ep.contemporary und Öffnungszeiten zum Gallery Weekend
Ausstellung vom 28. April – 26. Mai 2016
Wir starten neu. Aus „en passant“ wird ep.contemporary!


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2005 als en passant gegründet, von 2007 bis 2013 in der Brunnenstraße in Berlin-Mitte ansässig, starten wir als ep.contemporary im April 2016 neu in der Pohlstraße 71 direkt an der Potsamer Straße in Berlin-Tiergarten – mit 11 international arbeitenden KünstlerInnen. Der Verkauf von Arbeiten erfolgt ausschließlich über die KünstlerInnen selbst